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von Roland Schimmelpfennig | Regie: Miriam Tscholl | Premiere am 19. Mai 2010 | Kleines Haus 3
Die Bürgerbühne Markierung: Die Bürgerbühne


„13 Spieler sprechen mal gemeinsam, mal einzeln, sind mal das ganze Volk, das schlechte Gewissen, mal einzelne Figuren. Die Rollen wechseln hin un her, dennoch behält das Stück eine erstaunliche Klarheit. Miriam Tscholl gelingt es, dem schweren Stoff etwas Spielerisches zu geben, ihn dadurch leichter, stellenweise beinahe heiter zu machen.“
Sächsische Zeitung, 21.05.2010, Valeria Heintges

„Die 13 Mitglieder des Bürgerchores geben diese Tragödie des Eventuellen als trockene Verkünder der Apokalypse. Eine ab und an durchbrechende Leichtigkeit wird wieder eingefangen mit dem Lasso geronnener Wut. Doch diese Wut hält sich bedeckt, bricht nicht offen aus.
Roland Schimmelpfennig spinnt die Fäden der Möglichkeiten bis hin zum Selbstopfer Idomeneus', um den Sohn zu verschonen, sogar bis zur einfachen Und-waren-glücklich-bis-ans-Ende-ihrer Tage-Idylle der wiedervereinten Familie. Doch natürlich schwappt die Handlung immer wieder zurück zum Kerndrama um den Mord am eigenen Kind. Regisseurin Miriam Tscholl lässt auch keinen Zweifel daran, dass Idomeneus dieses unmenschliche Opfer gebracht hat.“
Dresdner Neueste Nachrichten, 21.05.2010, Torsten Klaus