FKK. Eine Frauenkörperkomödie
von Melanie Hinz | Regie: Melanie Hinz | Uraufführung am 16. April 2010 | Kleines Haus 3
Die Bürgerbühne 
FKK an einem ostdeutschen Badestrand: Für Mechthild ist es das erste Mal. Sie ist 18. Zum ersten Mal zeigt sie verschämt ihren bloßen Körper in der Öffentlichkeit und beobachtet belustigt und peinlich berührt nackte Männer beim Baden. Jetzt ist sie 52, glücklich verheiratet, Mutter zweier Söhne, Lehrerin und macht wieder „FKK“ – in einer Badekulisse ohne Nackte. Mit von der Partie sind weitere sechzehn Dresdner Frauen im Alter von 16 bis 66 Jahren mit all ihren Utopien, Pfunden und Selbstbefragungen. Sie erzählen sich lustvoll und mutig vom „ersten Mal“, von Hygieneweisheiten ihrer Mütter, von Schmerzen der Geburt, vom Coming-out, von der großen Liebe und Zeiten der Lustlosigkeit. Die Prada-shoppende Alt-Feministin Marianne, die Do-it-yourself-Frau Ing-Britt, Lisa mit der Modelfigur, Silke mit stolzem Mutterbauch und ihre Badeschwestern streiten über Kind oder Karriere, über Liebe und Sexualität, Feminismus und Feuchtgebiete. Zwischen gemeinsamem Bade- und Körperritual, provokantem Frauenstammtisch und biografischem Bekenntnis entsteht ein Bilderbogen über das Frausein im Wandel von Zeiten und Generationen – Starschnitte, Songs und Sehnsüchte inklusive.
Melanie Hinz studierte Praktische Theaterwissenschaft an der Universität Hildesheim. Ihre Performance „Body Check“ wurde 2008 mit dem Innovationspreis des „Körber Studios Junge Regie“ ausgezeichnet. Sie unterrichtet am Hildesheimer Institut für Medien und Theater.
Dauer der Aufführung: 1 ½ Stunden, keine Pause
Besetzung:
Friderun Dierigen, Friederike Hänsel, Ramona Hellmann, Mechthild Herrmann, Silke Körner, Hella Krambeck, Lavinia Nöthig, Lisa Wiedemuth, Julia Menzel, Nora Graupner, Hannelore Richter, Marianne Rojek, Lisa Rubin, Claudia Schlötke, Ing-Britt Tampe, Sigrid Woehl, Brigitte Zschaber
Regie Melanie Hinz
Co-Regie Sinje Kuhn
Bühne und Kostüm Tatjana Kautsch
Video Philip Steimel
Musikalische Einstudierung Thomas Mahn
Licht Andreas Kunert
Dramaturgie Miriam Tscholl