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Jugend ohne GottAuf Facebook teilen

nach dem Roman von Ödön von Horváth | mit Dresdner Jugendlichen und Schauspielern des Ensembles | Regie: Marc Prätsch | Premiere am 15. Januar 2011 | Kleines Haus 2
Die Bürgerbühne Markierung: Die Bürgerbühne

Ein junger Lehrer sieht sich in den 30er Jahren konfrontiert mit einer gleichgeschalteten, faschistisch gesinnten Schülerschaft, die ihm ihr Misstrauen ausspricht, als er für die Gleichheit aller Menschen eintritt. Die Schüler beten unreflektiert die Ideologie eines diktatorischen Systems nach, dem sich auch der Lehrer zunehmend beugt und sich damit selbst verleugnet. Diese „Jugend ohne Gott“ ist sowohl traurig als auch böse, sie ist grausam und melancholisch, sie kennt keine Verantwortung. Im vormilitärischen Osterlager geraten die Konflikte außer Kontrolle. Hier werden Machtkämpfe ausgetragen, hier wird gestohlen, geliebt, ein fremdes Tagebuch gelesen und ein Mord begangen. Der Lehrer ringt sich zu einer überfälligen Entscheidung für die Wahrheit durch. Sein Eingeständnis der eigenen Schwäche und die Überwindung der eigenen Angst ist ein großes Bekenntnis zu Herz und Gewissen.
 
Der Roman von Ödön von Horváth aus dem Jahre 1934 ist einer der großen Klassiker moderner Schullektüre und wird von Jugendlichen aus Dresden gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des Staatsschauspiels gespielt und vom Roman zu einem Bühnendrama entwickelt. Es inszeniert Marc Prätsch, der Leiter des Jungen Schauspiels Hannover, der schon für die Bürgerbühneninszenierung der „Nibelungen“ verantwortlich war.


Dauer der Aufführung: 1 ¾ Stunden, keine Pause

Besetzung:

Lehrer: Henner Momann
Direktor Frosch / Feldwebel / Präsident: Thomas Braungardt
Nelly: Eva Jaekel
Pfarrer / Verteidiger: Falk Link
T: Ferdinand Nowitzky
Z: Lukas Schädler
V / Staatsanwalt: Paul Schellong
B: Laura Schneider
N: Sitaya Maiti Amelie Selbmann
R / Gerichtsschreiber: Laurence Vanryne
L / Eva: Lisa Wiedemuth

Regie Marc Prätsch
Bühne Philipp Nicolai
Kostüm Adriana Braga Peretzki
Musik Sven Kaiser
Dramaturgie Jens Groß
Licht Rolf Pazek