Christoph Hein

Autor
wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren und wuchs nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im sächsischen Bad Düben auf. Da seine bürgerliche Herkunft eine akademische Ausbildung in der DDR zunächst verhinderte, ging er in den 1960er-Jahren zahlreichen wechselnden Tätigkeiten nach und arbeitet unter anderem als Montagearbeiter, Kellner und Buchhändler. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Ost-Berliner Volksbühne. Seit 1979 stellte Christoph Hein das Schreiben in das Zentrum seines Schaffens, die drei Jahre später veröffentlichte Novelle „Der fremde Freund“ begründete bald seinen literarischen Ruhm. Das Thema des Sich-zurecht-Findens eines verunsicherten Protagonisten in einer zunehmend individualisierten und kalt erscheinenden Welt griff Hein auch in späteren, vielfach beachteten Arbeiten wie DER TANGOSPIELER (1989) und LANDNAHME (2004) auf. Am Staatsschauspiel Dresden kamen u. a. 1989 DIE RITTER DER TAFELRUNDE in der Regie von Klaus Dieter Kirst und 2004 LANDNAHME in der Regie von Anna Badora zur Uraufführung. Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis. Hein stellte sein literarisches sowie journalistisches Können zudem als Übersetzer von Molière und Herausgeber der Wochenzeitung „Freitag“ unter Beweis.


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