Uwe Tellkamp

wurde am 28. Oktober 1968 als Sohn eines Arztes in Dresden geboren. Nach dem Abitur verpflichtete er sich zum dreijährigen Wehrdienst als Panzerkommandant in der Nationalen Volksarmee. Er fiel jedoch wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ auf und wurde aufgrund einer Befehlsverweigerung für zwei Wochen inhaftiert und anschließend beurlaubt. Sein Studienplatz für Medizin wurde ihm aberkannt, so dass er als Gehilfe auf einem Braunkohleförderbagger, als Hilfsdreher in einem Lichtmaschinenwerk und als Hilfspfleger auf einer Intensivstation in Dresden arbeitete. Uwe Tellkamps erster satirischer Text wurde bereits 1987 im „Eulenspiegel“ veröffentlicht. Nach der Wende studierte er Medizin in Leipzig, New York und Dresden und arbeitete als Arzt in einer unfallchirurgischen Klinik in München. Im Jahr 2000 erschien Tellkamps erster Roman „Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café“. 2002 erhielt er das Sächsische Staatsstipendium für Literatur und im Folgejahr den ­Förderpreis beim Christine-Lavant-Lyrikpreis. Im Juni 2004 gewann Uwe Tellkamp in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis mit seinem Text „Der Schlaf in den Uhren“ und gab im selben Jahr seinen Arztberuf auf, um sich seiner Arbeit als Schriftsteller zu widmen. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge in Literaturzeitschriften wie „Akzente“, „comma“, „du“ und „edit“. 2005 erschien sein Roman „Der Eisvogel“. Im Herbst 2008 veröffentlichte Tellkamp den Roman „Der Turm“, für den er den Deutschen Buchpreis 2008 und den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung erhielt. Zuletzt erschien im September 2009 das Buch „Reise zur blauen Stadt“. In diesem Jahr wird außerdem sein neuester Roman „Die Schwebebahn - Dresdner Erkundungen“ veröffentlicht werden. Uwe Tellkamp lebt derzeit mit seiner Frau und seinem Sohn wieder auf dem „Weißen Hirsch“ in Dresden.