Georg Büchner
wird am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren. 1831 beginnt er auf Wunsch des Vaters ein Medizinstudium in Straßburg. Dort beschäftigt sich Büchner mit französischen Gesellschafts- und Revolutionstheorien und taucht in das politische und intellektuelle Leben ein, das entscheidend von der Pariser Julirevolution von 1830 bestimmt ist. In seinen Briefen an die Familie befürwortet der junge Student Gewalt als adäquates Mittel, die gesellschaftlichen und politischen Probleme der Zeit zu lösen; gleichzeitig lehnt er es ab, sich aktiv in der revolutionären Bewegung zu engagieren. 1833 wechselt Büchner nach Gießen, um dort seine Studien fortzusetzen. Die inhumanen und feudalistischen Strukturen in der hessischen Stadt veranlassen ihn 1834 zur Arbeit am Drama „Dantons Tod“ und zum ersten Entwurf des „Hessischen Landboten“, eines Pamphlets gegen die sozialen Missstände, das die Handwerker und Bauern aufrütteln soll. 1835 werden Freunde Büchners bei dem Versuch, die Flugschrift in Umlauf zu bringen, gefasst und zu langen Haftstrafen verurteilt. Er selbst flieht nach Straßburg und schreibt dort die Erzählung „Lenz“. In Frankfurt und Darmstadt werden indes Steckbriefe Büchners wegen „Teilnahme an staatsverräterischen Handlungen“ veröffentlicht. Im Herbst 1836 geht Büchner nach Zürich, wo er als Privatdozent an der Universität tätig ist. Er beendet dort das Drama „Leonce und Lena“ und beginnt mit der Arbeit an „Woyzeck“. Im folgenden Frühjahr erkrankt Georg Büchner an Typhus und stirbt am 19. Februar 1837 im Alter von 24 Jahren.