György Dragomán

wurde 1973 in Târgu-Mureş (rum.) / Marosvásárhely (ung.) / Neumarkt am Mieresch (dt.) in Rumänien geboren. Als Angehöriger der in Siebenbürgen lebenden ungarischen Minderheit emigrierte er im Alter von 15 Jahren mit seiner Familie nach Ungarn. Er studierte Englisch und Philosophie in Budapest. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller arbeitet er auch als Übersetzer und hat Werke von James Joyce, Irvine Welsh und Samuel Beckett ins Ungarische übersetzt. 2002 erschien sein erster Roman, „A pusztítas könyve“ („Das Buch der ­Vernichtung“), für den er 2003 den ungarischen Bródy-Preis für das beste Debüt des Jahres erhielt. Sein zweiter Roman „A fehér király“ („Der weiße König“) von 2005 ist in dreißig Ländern erschienen und fand internationale Anerkennung. Dragomán wurde u. a. mit dem renommierten Sándor-Márai-Preis (2006) und dem Márciusi-Ifjak-Preis (2008) ausgezeichnet. Er lebt in Budapest.