Miriam Tscholl
Portrait von Miriam Tscholl

wurde 1974 in Freiburg i. B. geboren, studierte in Wiesbaden Architektur sowie Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Am dortigen Institut für Medien und Theater war sie nach ihrem Diplom von 2004 bis 2008 als künstlerische Mitarbeiterin tätig. Mit ihrer freien Theatergruppe Werkgruppe 1 inszenierte sie u. a. in Hildesheim, Leipzig und Hannover. Ihre Inszenierungen wurden auf zahlreichen europäischen Festivals gezeigt. Am Jungen DT Berlin inszenierte sie 2015 „Die Verwandlung“ von Franz Kafka und am Nationaltheater Mannheim „Die Kriegerinnen“ frei nach Schillers „Jungfrau von Orleans“ mit Texten von Frauen im Krieg. Seit der Spielzeit 2009/2010 leitet Miriam Tscholl die Bürgerbühne und den Bereich Theater und Schule am Staatsschauspiel Dresden, wo sie mit Dresdner Bürgern „Magazin des Glücks“ nach Ödön von Horvath, „Idomeneus“ von Roland Schimmelpfennig, „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ von Horace McCoy, „Ja, ich will!“ von Lissa Lehmenkühler, „Ich armer Tor“ nach Goethes „Faust“, „Die Nase“, ein Musikspiel nach der Novelle von Nikolai Gogol, sowie zuletzt ­„Morgenland“, ein Abend mit Dresdnerinnen und Dresdnern aus dem Orient, inszenierte.
In der Spielzeit 2015/2016 initiierte sie das wöchentlich stattfindende Montagscafé im Kleinen Haus als offenen Treffpunkt für Geflüchtete und Dresdner.