„Die Szenen fließen ineinander über und die Erinnerungen springen hin und her. Ingo Schulzes fast zeit- und ortlose Parabel wird in der Dresdner Inszenierung von Julia Hölscher und ihren Schauspielern, an der Spitze Karin Plachetka als Evelyn, zu einem tiefsinnigen und zugleich locker sinnlichen Spiel.“ Deutschland Radio, 20.09.2009, Hartmut Krug deutchlandradio_verlorenes_paradies.pdf (435 kB)
„Die wohl größte Tücke umgehen die Dresdner souverän: sie versuchen gar nicht erst, den Sommer 1989 gegenständlich auf die Bühne zu stellen: keine Trabbis, keine DDR-Grenzer, keine Kraxen und Zelte. Stattdessen sehen wir eine nüchtern leere Bühne als Spielwiese für alle Handlungsorte – von Adams Atelier über den Balaton-Strand bis zum bayerischen Gasthof. Auch dass die Fassung von Dramaturg Jens Groß auf die Chronologie der Erzählung verzichtet und mutig zwischen Orten und Zeiten hin- und herspringt, tut dem Abend gut, weil es die eigentlich ja mehrere Wochen andauernde Handlung komprimiert. Die Szenen bewegen sich permanent zwischen Klamauk und Melancholie, die Figuren zwischen Charakter und Karikatur. „Adam und Evelyn“ ist angerichtet als eine Aneinanderreihung von Regieeinfällen, großen und kleinen, wunderbaren und wunderlichen. Regisseurin Julia Hölscher lässt die einzelnen Episoden im wahrsten Sinne des Wortes spielen – mit den Körpern, den Kostümen, mit Musik. Spielfreude und Spielwut. Liebenswert.“ nachtkritik.de, 20.09.2009, Matthias Schmidt nachtkritik_der_letzte_sommer_im_damenschneiderparadies.pdf (431 kB)
Ein gelungener Saison- und Neustart des Staatsschauspiels Dresden unter dem Intendanten Schulz. MDR Figaro, 21.09.2009, Michael Laages mdr_figaro_alles_ist_sehr_intelligent_und_spielerisch_geloest.pdf (427 kB)
„Vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichte Ingo Schulze seinen Roman 'Adam und Evelyn'. Schulze, der Wende-Experte unter den deutschen Schriftstellern, schuf damit ein federleichtes Meisterwerk, ein hingetupftes, pointillistisches Gemälde des Sommers 1989. Der Reiz der Vorlage fängt die Bühnenbearbeitung von Jens Groß ebenso ein wie die Inszenierung von Julia Hölscher.“ Süddeutsche Zeitung, 23.09.2009, Egbert Tholl sueddeutsche_zeitung_wo_warst_du_adam.pdf (1436 kB)
Julia Hölscher hat Ingo Schulzes Wiedervereinigungs- und Wenderoman „Adam und Evelyn“ als szenisch kluge, leise Kammerspiel-Uraufführung inszeniert. Neue Zürcher Zeitung, 20.10.2009, Dirk Pilz neue_zuercher_zeitung_wir_schwitzen_theater.pdf (434 kB)
Höchst infektiös bricht sich allerding s auch hier die Lust des Ensembles an neuen Spiel- und Arbeitsformen Bahn. Tagesspiegel, 26.09.2009, Christine Wahl der_tagesspiegel_tuerme_und_stuerme.pdf (437 kB)
"Die Uraufführung einer Bühnenfassung von Ingo Schulzes Roman Adam und Evely, in dem ein paar seine Vertreibung aus dem Paradies in Wendetagen erlebt, inszenierte Julia Hölscher als ein bewegtes Spiel der Körperlichkeiten. In einem hellen Bühnenraum fließen die poetischen Szenen ineinander über und die Erinnerungen springen hin und her. Ein poetisch-politischer Abend, auch er wie alle Premieren getragen von einem tollen Ensemble." der Freitag, 24.09.09, Hartmut Krug der_freitag_buergerbuehne_und_buehne_fuer_buerger.pdf (864 kB)