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Georg Kiesau
Portrait von Georg Kiesau

Schauspieler, Oberspielleiter, Regisseur
geboren am 1. Dezember 1881 in Königsberg,
gestorben am 8. Juni 1940 in Dresden
 
Nach Bestehen der Aufnahmeprüfung an der Marie-Seebach-Schule des Königlichen Schauspielhauses Berlin war Georg Kiesau Schüler von Arthur Kraußneck. Nach wenigen Monaten wurde er als Darsteller nach Köln verpflichtet, wo er viele und konträre Rollen spielte. In seinem 30. Lebensjahr wurde Georg Kiesau die erste Regie übertragen. Ferner wurde er zum künstlerischen Beirat ernannt, entwarf Kostüme und Dekorationen und blieb als Spielleiter in führender Stellung in Köln. 1922 berief man ihn nach Dresden, wo er bis 1939 als Regisseur tätig war. Er inszenierte Stücke von Gerhart Hauptmann, mit dem er persönlich befreundet war, und Werke der Klassik u. a. „Maria Stuart“, „Der Geizige“, „Der eingebildete Kranke“, „Die Jungfrau von Orleans“, „Amphitryon“, „Die Wildente“, „Faust I und II“, „Egmont“ sowie „Ein Wintermärchen“. Seine letzte Arbeit war Gerhart Hauptmanns „Die Tochter der Kathedrale“.
1990 wurde er posthum zum Ehrenmitglied ernannt.