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Karl von Appen
Portrait von Karl von Appen

Ausstattungsleiter, Generalintendant
geboren am 12. Mai 1900 in Düsseldorf,
gestorben am 22. August 1981 in Berlin

Nach einer Chemiegraphenlehre und einem Volontariat als Theatermaler studierte Karl von Appen 1920 bis 1924 Malerei und Grafik an der Kunstgewerbeschule in Frankfurt/Main. Von 1921 bis 1926 war er als Bühnenbildner für das Frankfurter Künstlertheater tätig. Seit 1929 lebte er als Maler und Grafiker in Dresden. 1932 trat er in die KPD ein. Die Nationalsozialisten erteilten ihm 1933 völliges Berufsverbot. 1941 wurde er auf Grund seiner Mitarbeit bei einer kommunistischen Widerstandsgruppe verhaftet. Nach seiner Befreiung 1945 aus dem Konzentrationslager war er Ausstattungsleiter der Dresdner Theater unter dem Intendanten Erich Ponto. Von 1947 bis 1949 war von Appen kommissarischer Generalintendant der Sächsischen Staatstheater. Ferner gründete er an der Kunsthochschule Dresden die Bühnenbildklasse. Bevor er nach Berlin übersiedelte, war er 1954 Chefbühnenbildner des Berliner Ensembles. 1961 wurde er Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Prof. Karl von Appen gestaltete u. a. Bühnenbilder zu den großen Opernaufführungen „Pique Dame“ und „Rusalka“ in der Dresdner Tonhalle, dem heutigen Kleinen Haus.