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nach der Monstretragödie von Frank Wedekind und der Oper von Alban Berg | Regie: David Marton | Dresden-Premiere am 9. Januar 2010 | Schauspielhaus


„Ein Team genialer Crossover-Artisten. Gleich drei Künstlerinnen sind Lulu: Yelena Kuljic besetzt die coolste Version mit jazzigen Exkursionen. Yuka Yanagihara ist stimmlich und expressiv die Femme fatale. Die Schauspielerin Lilith Stangenberg ist geradezu verboten gut.“
die taz

„Ein bestechender Theaterabend, bei dem alles stimmt.“
3sat Kulturzeit

„In diesem parallelen Jazz-Ton, dem Ton der Alban-Berg-Zeit, swingen auch die hannoverschen Schauspieler mit. Auch im Ensemble siegt also das Prinzip Abenteuer: Was die alles können!“
Frankfurter Rundschau

„Marton inszeniert außergewöhnlich intensiv. Eine hervorragende musikalische Bearbeitung, der man die Freude am Experiment anhört.“
NDR Kultur

„Seine erfrischende Art, mit klassischen Stoffen umzugehen, hat den 33-jährigen Regisseur David Marton zur großen Hoffnung im deutschsprachigen Musiktheater gemacht.“
dpa

„Grandios“
Der Kulturspiegel

Faszination des Unvollendeten

„Atemberaubend ist die Neubearbeitung der Musik durch die beiden Musikmacher Jan Czajkowski (Klavier) und Sir Henry (Keyboard/Sequencing). Und was die Schauspieler allesamt auch musikalisch zu bieten haben, ist begeisternd.“
Dresdner Morgenpost, 11.01.2010

Kraft des Widerspruchs

„Es ist überhaupt die Musik in ihren so unterschiedlichen Formen, die die Grenzüberschreitungen dieser Thematik des Anspruchs der Lulu genannten Frau auf ihre Selbstbestimmung, fernab aller Zuschreibungen seit Adam und Eva, sinnlich und erotisch grundiert. Es ist ausgesprochen spannend, wie in den Arrangements von Sir Henry am Keyboard die Zwölftontechnik des Opernsounds von Alban Berg, Jazziges, Collagen und performative Passagen zusammenkommen und wie Jan Czajkowsky vom Klavier aus das ganze Ensemble zu verblüffenden musikalischen Höhenflügen führt.
Bei alledem fehlt es nicht an Humor, und man muss vor allem kein Kenner der Oper oder der Literaturgeschichte sein. David Martons Theater, das variiert, experimentiert, jongliert und der Kraft des Widerspruchs stärker verpflichtet ist als dem trügerischen Anspruch auf Wahrheit, ist voller Bilder. Er führt uns durch den Dschungel der Gefühle, und wir erfahren etwas von der mörderischen Vergeblichkeit, darin Ordnung zu schaffen.“
Dresdner Neuste Nachrichten, 11.01.2010, Boris Michael Gruhl