Thorleifur Örn Arnarsson

wurde 1978 in Reykjavik geboren. Er absolvierte zunächst ein Schauspielstudium an der Kunstakademie in Island. Danach arbeitete er als Regisseur an verschiedenen Häusern in Island sowie in Helsinki und Sydney und studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Seine Inszenierung des gemeinsam mit Andri Snær Magnason geschriebenen Stücks „Image – Ewige Glückseligkeit“ wurde 2007 in Zusammenarbeit mit der Living Theatre Group in Island uraufgeführt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 2009 ist er als freier Regisseur tätig und inszenierte u. a. am Staatstheater Mainz „Romeo und Julia“ und am Theater Bonn „Die Nibelungen“. Sein Musiktheater-Regiedebüt gab er 2012 am Theater Augsburg mit Johann Strauss’ „Die Fledermaus“, dort inszenierte er auch Puccinis „La Bohème“ und 2014 Richard Wagners „Lohengrin“. Zuletzt war Thorleifur Örn Arnasson leitender Regisseur für Oper und Schauspiel am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und setzte dort „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht in Szene. Seine Luzerner Inszenierung von Henrik Ibsens „Peer Gynt“ gewann 2011 das virtuelle nachtkritik-Theatertreffen, wurde zum Reykjavik Arts Festival eingeladen und 2014 für das Hessische Staatstheater Wiesbaden neu adaptiert. Im September 2015 waren am Theater Trier sein Abend „Molière“ und die Uraufführung „Ur“ der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir zu sehen. Im Dezember 2015 hatte die isländische Saga „Njála“ am Stadttheater Reykjavík Premiere, für die er den Kulturpreis DV für Regie erhielt. Im September 2016 eröffnet er mit einer Neubearbeitung (in Zusammenarbeit mit Mikael Torfason) von „Wildente + Ein Volksfeind“ die Ibsen-Festspiele 2016 in Oslo.