Der Meister und Margarita
nach dem Roman von Michail Bulgakow | Deutsch von Thomas Reschke | Für die Bühne eingerichtet von Felicitas Zürcher | Regie: Wolfgang Engel | Premiere am 11. Februar 2012 | Schauspielhaus
Unheimliche, schwer erklärbare Vorfälle ereignen sich in Moskau: Ein atheistischer Redakteur gerät unter die Straßenbahn, ein Schriftsteller in die Irrenanstalt, ein geschmierter Hausmeister wird verhaftet, einem Kritiker die Wohnung verwüstet und einem schmierigen Entertainer der Kopf abgerissen ... Denn der Teufel persönlich stattet Moskau einen Besuch ab. Er feiert dieses Jahr hier seinen Frühjahrsball, für den er eine Ballkönigin mit dem Namen Margarita sucht, und räumt bei der Gelegenheit gründlich auf. Gemeinsam mit seinem Gefolge fördert er in Gestalt von Voland, Meister für schwarze Magie, mit den gängigen Mitteln der Staatsmacht ganz teuflisch den ganzen korrupten, opportunistischen Bodensatz der Stadt zutage. Ausgenommen bleiben allein zwei unglückliche Gerechte: der Meister, ein Schriftsteller, der mit seinem als konterrevolutionär gebrandmarkten Roman über Pontius Pilatus und den friedlichen Philosophen Jeschua Ha-Nozri ins Kreuzfeuer der Kritik geriet und in der Irrenanstalt verstummte, und Margarita, seine Geliebte, die sich auf einen Handel mit dem Teufel einlässt.
Bulgakows Meisterwerk, entstanden zwischen 1928 und 1940, verwebt in verschiedenen Erzählsträngen Fiktion, Satire und historische Begebenheiten und gilt als der „russische Faust“. Wie der Meister hatte auch Michail Bulgakow selber unter der stalinistischen Zensur zu leiden. Der Roman konnte zu Lebzeiten Bulgakows nicht erscheinen und wurde erst 1966 veröffentlicht, 26 Jahre nach Bulgakows Tod. Regie führt Wolfgang Engel, der vergangene Spielzeit Uwe Tellkamps „Der Turm“ in Dresden inszenierte und im Herbst 2011 mit dem deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.
Dauer der Aufführung: 3 Stunden, eine Pause
Besetzung:
Der Meister: Benjamin Höppner
Margarita: Nele Rosetz
Voland, der Satan: Matthias Reichwald
Korowjew: Philipp Lux
Behemoth, ein Kater: Stefko Hanushevsky
Asasello: Dominik Schiefner
Gella, eine Hexe: Picco von Groote
Michail Berlioz, Redakteur der MASSOLIT: Thomas Eisen
Iwan Besdomny, Lyriker: Thomas Braungardt
Der Kritiker Latunski: Sascha Göpel
Redaktionssekretärin: Vera Irrgang
Dwubratski, Schriftsteller: Dominik Schiefner
Steuermann George, Schriftstellerin: Vera Irrgang
Sagriwowa, Schriftstellerin: Picco von Groote
Verkäuferin: Vera Irrgang
Pontius Pilatus, Prokurator von Judäa: Matthias Reichwald
Jeschua Ha-Nozri, wandernder Philosoph: Thomas Braungardt
Levi Matthäus, ein Schreiber: Benjamin Höppner
Zenturio Marcus Rattenschlächter: Sascha Göpel
Afranius, Chef des Geheimdienstes: Thomas Eisen
Dr. Strawinski, Psychiater: Thomas Eisen
Oberschwester Praskowja Fjodorowna: Vera Irrgang
Jekaterina Bossowa, Hausverwalterin: Vera Irrgang
Bengalski, Conférencier: Sascha Göpel
Partschewski, ein Zuschauer: Thomas Eisen
Seine Frau: Franziska Hauer / Annabell Schmieder
Der vom ersten Rang: Marcus Horn / Steffen Liebscher
Kantinenwirt: Sascha Göpel
Ein Hausmädchen: Vera Irrgang
Ein Junge: Picco von Groote
Regie Wolfgang Engel
Bühne Olaf Altmann
Kostüm Michael Sieberock-Serafimowitsch
Musik Thomas Hertel
Dramaturgie Felicitas Zürcher
Licht Michael Gööck