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Geschichte aus einem versunkenen Land | nach dem Roman von Uwe Tellkamp | für die Bühne eingerichtet von Jens Groß und Armin Petras | Regie: Wolfgang Engel | Uraufführung am 24. September 2010 | Schauspielhaus


„Tellkamps Erfolgsroman auf der Bühne: Kann das gut gehen? In Dresden ist es geglückt.
Olaf Altmanns Bühne: Eine Wand von Balkonen türmt sich auf, verbunden nur durch Leitern und Geländer. Ein Konstrukt, das Distanz und Annährung, Konfrontation und Isolation ermöglicht. Die einen nehmen feste Positionen ein, andere lavieren gefährlich. Beste Hanglage wie am Weißen Hirschen, ein Auf und Ab für Kraxler zwischen den Welten, Arbeitsterrain für Horch und Guck, der Raum weckt viele Assoziationen. Auf diese starke Bildmetapher vor allem verlässt sich die Regie, ebenso auf die Spielintelligenz der fünfzehn Akteure, und letztlich, in den langen Wortwechseln und Streitgesprächen der fast dreieinhalbstündigen Aufführung, ganz auf den Romantext selbst, den Jens Groß und Armin Petras für die Bühne geschickt montiert haben, ohne seine Komplexität und den schier unendlichen Detaillismus nachstellen zu können und zu wollen.
In der Summe verdient der Dresdner Turm großen Respekt.“
Die Zeit, 30.09.2010, Gerhard Jörder
10_09_30_die_zeit.pdf (892 kB)

„Wie ein Sog: die Wortgefechte haben beinahe shakespearesche Qualitäten. Schön, dass das Theater manchmal auch so direkt wirken kann.“
nachtkritik.de, 25.09.2010, Matthias Schmidt
10_09_25_nachtkritik.pdf (86 kB)

„Die Übertragung von Uwe Tellkamps preisgekröntem Roman „Der Turm“ auf die Bühne ist gelungen. Viel Beifall und „Bravo“-Rufe. Engel und der sichtlich gerührte Schriftsteller Tellkamp beglückwünschten sich gegenseitig auf der Bühne.“
Focus Online, 25.09.2010
10_09_25_focus.pdf (81 kB)

„Ein bemerkenswert purer Theaterabend. Die Figuren sächseln bisweilen, erzählen unter viel Raunen und Kichern aus dem Publikum von Dresden-typischen Eigenheiten und debattieren über den Staat. Wenn jemand das darf, dann Engel.
Wolfgang Engel behauptet mit dieser Inszenierung ganz unbescheiden: So ist es nicht überall passiert. Doch es hätte überall passieren können. Es ist eine Fiktion, doch dies und jenes ist andernorts geschehen.“
Sächsische Zeitung, 27.09.2010, Johanna Lemke
10_09_27_saechsische_zeitung.pdf (448 kB)

„Wolfgang Engel hat die von Jens Groß und Armin Petras aus fast 1000 Buchseiten gefilterte Bühnenfassung inszeniert. Und auch Olaf Altmann, der den Rahmen dafür schuf, muss ganz vorn erwähnt werden, denn sein das ganze Bühnenportal einnehmendes Konstrukt schafft entscheidende Voraussetzungen für Perspektive, Rhythmus, Tempo der Aufführung.
Mit der unumgänglichen Reduzierung der Personage erscheinen einzelne Figuren deutlich klarer profiliert. Engel nimmt alle Figuren gleich ernst und widmet ihnen inszenatorische Sorgfalt.
Er konzentriert sich weitgehend auf die Dialoge, muss aber den epischen Strukturen des Romans nicht nur Rechnung tragen, sondern machtg sie sich auch zunutze, indem er wichtige Passagen einfach erzählen lässt.“
Dresdner Neueste Nachrichten, 27.09.2010, Tomas Petzold
10_09_27_dnn.pdf (333 kB)

„Kaum eine Dresdner Theaterinszenierung der vergangenen 20 Jahre ist mit größerer Spannung erwartet worden als die Bühnenfassung des Romans „Der Turm“ von Uwe Tellkamp. Am Freitagabend erlebte das Publikum im ausverkauften Schauspielhaus eine denkwürdige Uraufführung: Die Inszenierung von Wolfgang Engel entwickelt nicht nur kolossale eigene Sogwirkung, sie verweist auch alle vormaligen Zweifler am Reichtum der Romanvorlage noch einmal auf das Buch zurück.
Nach dreieinhalb wie im Fluge verstrichenen Stunden feierten die Zuschauer das Enemble und den sichtlich ergriffenen Autor mit „Bravos“ und begeistertem Beifall.“
Dresdner Morgenpost, 27.09.2010
10_09_27_dresdner_morgenpost.pdf (504 kB)

„Gekonnt puristisch haben Armin Petras und Jens Groß eine einzelne Qualität des überbordenden Werkes herausfiletiert. Sie setzen ganz auf die Vielstimmigkeit des Buches.
Ineinander verschliffen, kommentieren sich die zahlreichen Handlungsstränge zwischen Familienalltag und Spitzeltum, DDR-Literatur und Bildungshuberei, Armee und Berufsmilieus wie von selbst.
Was könnte dem Erinnerungsort Dresden besseres geschehen, als derart freischwingende Arbeit am Mythos? Eine erfrischende Theater-Lesart auch noch als Hommage, die Wolfgang Engel sich selbst und dem Dresdner Theaterpublikum erweist.“
Süddeutsche Zeitung, 27.09.2010, Florian Kessler
10_09_27_sueddeutsche_zeitung.pdf (255 kB)

„Es ist nicht schief gegangen, es ist eine erstaunlich ordentliche, feinfingrige Inszenierung, für die eben jener Wolfgang Engel zuständig ist, der in den Achtzigerjahren in Dresden bedeutende Inszenierungen geschaffen hat.
Und Engel gelingt es, vorsichtig und vornehm, wie es die Art eines Theaters ist, diese Potemkin’schen Dörfer der Erinnerung abzubauen – hier ist einer mit dem Vergangenen noch nicht fertig.“
Berliner Zeitung/Frankfurter Rundschau, 27.09.2010, Dirk Pilz
10_09_27_berliner_zeitung.pdf (671 kB)

„Das Ensemble, mehr als zwei Dutzend Rollen sind zu verkörpern, muss aus dem Stand heraus Figuren finden und behaupten. Mit beeindruckender Genauigkeit läuft das ab.“
Der Tagesspiegel, 27.09.2010, Christoph Funke
10_09_27_der_tagesspiegel.pdf (594 kB)

„Auf der Bühne des feinen Schauspielhauses der lieben Dräsdner reckt sich derweil termingerecht zum deutschen Einheitsjubiläum Uwe Tellkamps DDR-‚Turm‛. Von drei Stockwerken mit neun Balkonen prasseln Myriaden weher Miniszenen aus den buddenbröckelnden Winkeln eines angeblich ‚versunkenen‛ Ländchens herunter ins Publikum. Wie aus der Kalaschnikow geballert, und alle Einschläge treffen – irgendwie: Einige schmerzen schwer, viele jucken bloß, manche gehen ziemlich auf die Nerven. Wie das so geht bei Memory-Spielchen. Wer dabei war, kichert, schluchzt, staunt. Und wundert sich immer wieder.“
Kultiversum.de, 30.09.2010, Reinhard Wengierek
10_09_30_kultiversum.de.pdf (42 kB)

„Souveränes Schauspieltheater. Insgesamt eine beeindruckende und eindrückliche Inszenierung.“
Deutschlandfunk, 25.09.2010, Hartmut Krug
10_09_25_deutschlandfunk.pdf (97 kB)

„Engels 100. Inszenierung ist deshalb so gut, weil er eine eindeutige Haltung zum Stoff bezieht.“
ZDF Theater.de, 25.09.2010, Torsten Hilscher
10_09_25_zdf_theater.pdf (24 kB)

„Wolfgang Engel ist es 20 Jahre nach seiner legendären Faust-Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden wieder gelungen, Geschichte in der Gegenwart zu verhandeln.“
Dresdeneins, 27.09.2010
10_09_27_dresden_eins.pdf (20 kB)

„Wenn sich das Ensemble zu Beginn als Chor versammelt und noch vor dem ersten Wort kollektiv jene Winzermütze von den Loschwitzhängen aufsetzt, die Tellkamp zu seinem Markenzeichen gemacht hat, dann gluckst das Publikum vor Vergnügen.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2010, Andreas Platthaus
10_09_27_faz.pdf (361 kB)

„Die Übertragung von Uwe Tellkamps preisgekröntem Roman Der Turm auf die Bühne ist gelungen“
Augsburger Allgemeine Zeitung, 28.09.2010, dpa
10_09_28_augsburger_allgemeine_zeitung.pdf (397 kB)

„Chefdramaturg Jens Groß schuf gemeinsam mit Armin Petras eine überzeugende Bühnenversion.
Der Gefahr einer direkten Widerspiegelung der Vergangenheit begegnet Regisseur Wolfgang Engel, von 1980 bis 1991 hier prägender Hausregisseur, mit einem klugen Verzicht auf jede äußerliche Rekonstruktion von DDR-Realität, die im Roman viel Raum einnimmt. Der Bühnenbildner Olaf Altmann hat für den Spielort Weißer Hirsch ein abstrakt-funktionales Bühnenbild gebaut, das die Menschen in einem offenen dreistöckigen Eisengerüst auf jeweils drei Balkonen zusammenführt.
Wie man hier miteinander redet, sich beobachtet oder belauscht, das ergibt mit den Bewegungen der Figuren ein wunderbares Bild vom gesellschaftlichen und politischen Beziehungsgeflecht.
Eine beeindruckende und eindrückliche Inszenierung: Souveränes Schauspielertheater, das vom Publikum heftig bejubelt wurde.“ Badische Zeitung, 29.09.2010
10_09_29_badische_zeitung.pdf (88 kB)

„Im Staatsschauspiel Dresden ist daraus jetzt ein Theaterstück geworden, ein vielfiguriges, dialogreiches Panorama, das fast alles, was Tellkamp im Gestus der Erinnerung erzählt, wieder Gegenwart werden lässt.“
die taz, 29.09.2010, Katrin Bettina Müller
10_09_29_taz.pdf (346 kB)

„Klare einprägsame Bilder. Ein sehenswerter Abend.“
Mitteldeutsche Zeitung, 03.10.2010
10_10_03_mitteldeutsche_zeitung.pdf (43 kB)

„Tellkamp bleibt auch auf der Bühne ein Ereignis.“
Neues Deutschland, 04.10.2010, Hans-Dieter Schütt
10_10_04_neues_deutschland.pdf (92 kB)

„Aus der Vielzahl von Dialogen entsteht hier tatsächlich ein Bild der letzten DDR-Jahre. Manche Szenen sind von beeindruckender Intensität. Viel Beifall.“
Meißner Tageblatt, 07.10.2010
10_10_07_meissner_tageblatt.pdf (937 kB)

„Komisch und erschütternd tragisch zugleich prallen in diesen Kapseln gutbürgerliche und alternative Typen, Skeptiker, Altstalinisten und Idealisten aufeinander; großartig gespielt.
Herzlicher Beifall für einen Theaterabend der zwischen Gestern und Heute viel Stoff zum Nachdenken bietet.“
BLITZ, 15.10.2010, Lilly Vostry
10_10_15_blitz.pdf (318 kB)

„Heute hat ‚Der Turm‘ Gastspielpremiere, Wolfgang Engels Dresdner Romanuraufführung nach Uwe Tellkamp, Romane auf der Bühne, auch eines der beliebten Theaterdebattenthemen momentan. Für diesen Fall gilt: geht ziemlich gut.“
Berliner Zeitung, 22.06.2011, Dirk Pilz

„Ich möchte es gleich sagen: nachdem wir beim Theatertreffen Roger Vontobels Inszenierung des ‚Don Carlos‘ gesehen haben, ist dies die zweite starke und bemerkenswerte Aufführung vom Staatsschauspiel Dresden, die hier innerhalb kurzer Zeit in Berlin gastiert. Wolfgang Engel ist schon biografisch ganz zweifellos der für Dresden ideale Regisseur für diesen Stoff. Es kam eigentlich kein anderer in Frage.“
Kulturradio.de, 24.06.2011, Peter Hans Göpfert