Das steinerne Brautbett
nach dem Roman von Harry Mulisch | Deutsch von Gregor Seferens | Für die Bühne eingerichtet von Stefan Bachmann und Felicitas Zürcher | Regie: Stefan Bachmann | Uraufführung am 1. Oktober 2011 | Schauspielhaus
Dresden 1956. In der jungen, aufstrebenden DDR findet ein internationaler Zahnarztkongress statt, zu dem Teilnehmer aus Ost und West eingeladen sind. Auch Norman Corinth aus den usa ist Gast in Dresden. Doch obwohl der Amerikaner das erste Mal auf deutschem Boden steht, ist er nicht das erste Mal in Deutschland: Als Bomberpilot war er am 13. Februar 1945 an der Zerstörung Dresdens beteiligt und wurde dabei abgeschossen. Am Rande des Kongresses macht er sich an die Erkundung der Vergangenheit und trifft dabei auf lauter andere Versehrte. Mit der Eroberung Hellas, Dolmetscherin des Kongresses, wiederholt er dabei Angriff und Zerstörung Dresdens auf privater Ebene.
Mit unbestechlichem Blick zeigt Harry Mulisch die Verwundung der Menschen durch den Krieg, und zwar auf beiden Seiten, und stellt so die Frage nach Opfern und Tätern neu – etwas, was Dresden bis heute beschäftigt.
Der Schweizer Stefan Bachmann inszenierte in den vergangenen Jahren u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspielhaus Zürich, an der Berliner Staatsoper und war zuletzt fester Regisseur am Wiener Burgtheater.
Dauer der Aufführung: 2 ¾ Stunden, eine Pause
Besetzung:
Norman Corinth: Wolfgang Michalek
Hella Viebahn, Dolmetscherin des Zahnarztkongresses: Karina Plachetka
Ludwig, Pensionsinhaber / Frank / Ein Senegalese: Ahmad Mesgarha
Günther, Chauffeur / Harry: Stefko Hanushevsky
Eugène / Patrick / Karin, Assistentin: Annika Schilling
Erzählerin / Doktor Tsch’wè Unsang, ein Koreaner / Dresdnerin: Hannelore Koch
Alexander Schneiderhahn, Kongressteilnehmer / Archie / Xingu, ein Hund: Torsten Ranft
Professor Doktor Karlheinz Ruprecht / Dresdner / Portier: Lars Jung
Regie Stefan Bachmann
Bühne Simeon Meier
Kostüm Barbara Drosihn
Musik Jan Maihorn
Video Christoph Menzi
Licht Andreas Barkleit
Dramaturgie Felicitas Zürcher