William Shakespeare

Der englischen Dramatiker, Schauspieler und Dichter William Shakespeare wird als Sohn des Händlers John Shakespeare und seiner Ehefrau Mary vermutlich am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon geboren. Die Familie ist eine gutsituierte Bürgerfamilie und ermöglicht dem Sohn den Besuch der Stratforder Lateinschule. Mit 18 Jahren heiratet Shakespeare die acht Jahre ältere Landwirtstochter Anne Hathaway, mit der er drei Kinder hat. 1592 scheint William Shakespeare bereits in Verbindung mit dem Londoner Theater gestanden zu haben, denn im Jahr 1594 gehört er als Schauspieler, Stückeschreiber und Teilhaber einer Theatergruppe an, die sich zunächst „Chamberlain’s Men“, ab 1603 „King’s Men“ nennt. Diese Gruppe gehört zu einer der beiden führenden, wirtschaftlich unabhängigen Schauspieltruppen Londons. Mit seinen Werken „Romeo und Julia“ und „Ein Sommernachtstraum“ schafft Shakespeare im Jahr 1595 seine poetischsten Dramen. In den Jahren zwischen 1596 bis 1599 entwickeln sich seine Komödien vom subversiv anmutenden „Kaufmann von Venedig“ über „Die lustigen Weiber von Windsor“ zu den tief romantisierenden Komödien „Viel Lärm um nichts“, „Wie es euch gefällt“ sowie „Was ihr wollt“. Spätestens um die Jahrhundertwende wendet er sich den Tragödien zu. In dieser Phase seines Schaffens entstehen „Hamlet“, „Macbeth“, „Othello“ und „König Lear“. Diese Dramen umfassen sowohl religiöse wie politische Aspekte seiner Zeit, die er zu einer äußersten Komplexität zusammenführt. Gestorben ist William Shakespeare am 23. April 1616 in Stratford-upon-Avon, wo er auch begraben liegt.