Bilanz der Spielzeit 2011.2012

1. Besucher und Vorstellungen

In der Spielzeit 2011/2012 – der dritten Spielzeit in der Intendanz von Wilfried Schulz – haben 229.200 Zuschauer 824 Vorstellungen und Veranstaltungen des Staatsschauspiels Dresden besucht (Spielzeit 2010/2011 213.100 in 788 Vorstellungen, Spielzeit 2009/2010 173.000 in 641 Vorstellungen). Damit konnte in der Spielzeit 2011/2012 erneut ein Publikumsrekord erzielt werden. Sie ist somit die mit Abstand erfolgreichste seit 1990. (Seit dem liegen statistisch vergleichbare Zahlen vor.)
 
Außerdem waren 6.500 Zuschauer in 20 Vorstellungen bei auswärtigen Gastspielen (vorige Spielzeit 18.500 Zuschauer in 36 Vorstellungen). Zudem waren 5.357 Zuschauer bei der 1. Langen Nacht der Dresdner Theater im Schauspielhaus und im Kleinen Haus.

2. Platzausnutzung

Die Gesamtplatzausnutzung der Spielzeit 2011/2012 liegt bei 74,5 % (vorige Spielzeit: 74,3 %).

3. Die Bürgerbühne

An den Clubs und Inszenierungen der Bürgerbühne nahmen 480 Bürgerinnen und Bürger aus Dresden und Umgebung teil, davon 360 neue Mitspieler.
Es waren 18.181 Besucher in 129 Vorstellungen bei insgesamt 92,6 % Auslastung.
Diese Zahlen sind unter Punkt 1 und 2 bereits erfasst.
(Vorige Spielzeit 14.100 Besucher in 102 Vorstellungen bei insgesamt 75 % Auslastung.) In Mannheim, Chisinau (Moldawien) und Aarhus (Dänemark), werden derzeit nach dem Vorbild der Bürgerbühne Dresden drei weitere Bürgerbühnen gegründet.

4. Theater und Schule

Unsere Theaterpädagogen haben in dieser Spielzeit 150 Workshops und Vor- und Nachbereitungen mit Schulklassen veranstaltet.

5. Auszeichnungen und Einladungen

Tschick nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf (Regie: Jan Gehler) wurde zum wichtigsten Festival für junge Regie Radikal jung ans Volkstheater München eingeladen und erhielt dort einen Publikumspreis, ebenfalls eingeladen wurde es zum Heidelberger Stückemarkt, dort war „Tschick“ als bestes neues Jugendstück nominiert, sowie zur Woche junger Schauspieler nach Bensheim, dort wurde die Produktion mit dem renommierten Günther-Rühle-Preis ausgezeichnet. 22 deutschsprachige Theater haben angekündigt, das Stück ebenfalls in ihren Spielplan aufzunehmen, damit gehört das Stück zu den meistgespielten neuen Stücken der Saison 2012.2013.

Vater Mutter Geisterbahn von Martin Heckmanns wurde zu zum wichtigsten Festival für zeitgenössische Dramatik, den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Damit ist das Staatsschauspiel Dresden zum dritten Mal in Folge in Mülheim vertreten. Außerdem eingeladen wurde die Produktion zu Neue Stücke aus Europa in Wiesbaden, der großen Theaterbiennale, bei der ausschließlich Inszenierungen von zeitgenössischen Theaterstücken gezeigt werden sowie zum traditionsreichen Heidelberger Stückemarkt.

Die Studierenden des Schauspielstudios Dresden sind für ihre Produktion „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller (Inszenierung Tilmann Köhler) auf dem Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender in Wien mit dem Max-Reinhardt-Preis ausgezeichnet worden.

Weitere Gastspielreisen führten „Don Carlos“ ans Königliche Theater in Kopenhagen, „Nichts“, eine Produktion des Schauspielstudios zum Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender nach Wien, „Rheingold“ nach Salamanca, Spanien und eingeladen waren wir mit „Der Kaufman von Venedig“ nach Seoul in Südkorea.

6. Festival

Unter dem Titel Fremd fand die 8. Ausgabe des Festivals Politik im Freien Theater, ein Treffen der bedeutendsten Produktionen des Freien Theaters, in Dresden statt. Vom 27. Oktober bis zum 6. November 2011 waren 16 herausragende Arbeiten sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm sie im Kleinen Haus des Staatsschauspiels, in Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, im Schauspielhaus, sowie an weiteren Orten in der Stadt zu sehen. Das Festival, eine Kooperation von Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Staatsschauspiel Dresden und Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste zog mehr als 10.000 Zuschauer an.

Stand 5. Juli 2012

Spielzeitabschlusspressekonferenz 2011.2012 - Stand 5. Juli 2012 (57 kB)

Vertrag mit dem Intendanten des Staatsschauspiels Dresden um weitere vier Jahre verlängert

Der Vertrag mit dem Intendanten des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz, wird um vier weitere Jahre verlängert. Darüber informierte am 5. Juli 2012 die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, in einer Pressekonferenz im Staatsschauspiel Dresden.
 
„Wilfried Schulz ist ein Glücksfall für das Staatsschauspiel Dresden. Unter seiner Leitung hat sich unsere renommierte Dresdner Bühne überaus positiv entwickelt – sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen als auch in der Wahrnehmung des Staatsschauspiels Dresden weit über die Grenzen Sachsens hinaus. Spannende Inszenierungen haben allein in der Spielzeit 2011/2012 über 229.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in 824 Vorstellungen und Veranstaltungen gelockt. Zu diesem Publikumsrekord gratuliere ich ihm und seinem Team – und freue mich sehr darüber, dass Wilfried Schulz dem Freistaat Sachsen in seiner Funktion als Intendant des Staatsschauspiels Dresden weitere vier Jahre erhalten bleibt. Ich wünsche Wilfried Schulz weiterhin so großartige Erfolge wie in den vergangenen Jahren“, so Sabine von Schorlemer.
 
Wilfried Schulz hat seit dem 1. August 2009 die Intendanz des Staatsschauspiels Dresden inne. Gemäß seinem Intendantenvertrag hat er heute schon von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, nach der Vertragslaufzeit von fünf Jahren (vom 1. August 2009 bis 31. Juli 2014) diesen um weitere vier Jahre zu verlängern.

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer und Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer und Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer und Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz

Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer und Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer und Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Wilfried Schulz