Der Förderverein des Staatsschauspiels Dresden vergibt den Erich-Ponto-Preis 2015
an den Schauspieler Jonas Friedrich Leonhardi.

Der Förderverein vergibt alle zwei Jahre den Erich-Ponto-Preis für herausragende darstellerische Leistungen an ein Mitglied des Schauspielensembles. Der Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert und gehört zu den bundesweit höchstdotieren Theaterpreisen. Er dient in erster Linie der Nachwuchsförderung.


Im Anschluss an die Vorstellung „Amerika“ von Franz Kafka am 26. Juni 2015 wird der Erich-Ponto-Preis 2015 an Jonas Friedrich Leonhardi überreicht.


Jonas Friedrich Leonhardi
wurde 1990 in Oschatz geboren. Er begann direkt nach dem Abitur sein ­Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater ­„Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Erste Theatererfahrungen sammelte er zuvor in den Jugendclubs des Societaetstheaters und des ­Staatsschauspiels Dresden. Von 2011 bis 2013 war er Mitglied des Schauspielstudios am Staatsschauspiel Dresden, wo er seit der Spielzeit 2013/2014 zum festen Ensemble gehört.

Rollen
Karl Roßmann in „Amerika“ nach dem Roman von Franz Kafka, Regie: Wolfgang Engel
Dominik u. a. in „mein deutsches deutsches Land“ von Thomas Freyer, Regie: Tilmann Köhler
Nikolai Lwowitsch Tusenbach in „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow, Regie: Tilmann Köhler
Schatow in „Dämonen“ nach dem Roman von Fjodor Dostojewskij, Regie: Friederike Heller
Der junge Dogsborough u. a. in „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von Bertolt Brecht, Regie: Tilmann Köhler
Klaus in „Klaus im Schrank“ von Erich Kästner, Regie: Susanne Lietzow
Christopher in „Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone“ von Mark Haddon / Simon Stephens; Regie: Jan Gehler
Dr. Kegel u. a. in „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann, Regie: Susanne Lietzow
Ludovico Marsili in „Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht, Regie: Armin Petras
Rosenkranz u. a. in „Hamlet“ von William Shakespeare, Regie: Roger Vontobel
C in „Das normale Leben oder Körper und Kampfplatz“ von Christian Lollike, Regie: Hauke Meyer
Schüler der Klasse 7a in „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller, Regie: Tilmann Köhler
Solanio in „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare, Regie: Tilmann Köhler

Erich Ponto
geboren 1884 in Lübeck
1908 erstes Schauspielengagement am Stadttheater in Passau
1912 Engagements am Stadttheater Düsseldorf
ab 1914 fest im Ensemble des Hof-, später des Staatstheaters Dresden
1928 Rolle des Bettlerkönigs Peachum in der Uraufführung der „Dreigroschenoper“
1945 nach Kriegsende (bis 31. Dezember 1946) Generalintendant der Bühnen der Landeshauptstadt Dresden
ab 1947 Engagement am Württembergischen Staatstheater Stuttgart
Arbeiten am Deutschen Theater Göttingen, an den Münchner Kammerspielen und den
Städtischen Bühnen Wuppertal sowie bei Funk und Film
Erich Ponto starb am 4. Februar 1957 in Stuttgart

Preisträger
1999 Philipp Otto
2000 Marianna Linden
2001 Jonas Fürstenau
2002 Tessa Mittelstaedt
2003 Philipp Lux
2004 Ahmad Mesgarha
2006 Christine Hoppe
2008 Dirk Glodde
2010 Christian Friedel
2013 Sonja Beißwenger
2015 Jonas Friedrich Leonhardi