Commerzbank-Stiftung benennt Shortlist für ZukunftsGut

Deutschlands ersten Preis für institutionelle Kulturvermittlung
Kulturvermittlung hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, gerade auch in Kultureinrichtungen. Dennoch braucht es Impulse, um Vermittlung als integrativen Bestandteil der Gesamtstrategie weiterzutreiben. Hier setzt der Preis ZukunftsGut der Commerzbank-Stiftung an.

ZukunftsGut richtet sich an öffentliche, private und gemeinnützige Kulturinstitutionen in Deutschland, die Vermittlung als zentrale, gemeinschaftliche Aufgabe für sich erkannt haben. Der Preis zeichnet zukunftsweisende Strategien und ihre nachhaltige Implementierung aus. Er möchte dazu beitragen, den Stellenwert von institutioneller Kulturvermittlung als Kern- und Querschnittsfunktion zu stärken und diesbezügliche Transformationsprozesse zu unterstützen.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis ZukunftsGut zeichnet eine Kultureinrichtung, der es aus Sicht der Fachjury am überzeugendsten gelingt, ihre Inhalte und Institution im Sinne einer Gesamtstrategie zu vermitteln und zu aktualisieren. Das Preisgeld versteht sich nicht nur als hohe Anerkennung, sondern auch als relevanter fördernder Beitrag für die strategische Weiterentwicklung und Institutionalisierung der Vermittlungsarbeit in der Preisträger-Einrichtung.

125 Bewerbungen von privaten, staatlichen/öffentlichen und gemeinnützigen Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet sind von Mitte Januar bis Ende März dieses Jahres bei der Commerzbank-Stiftung eingegangen. 21 wurden vonseiten der Fachjury in die letzte Abstimmungsrunde aufgenommen. Jede Einzelne, so die Jurymitglieder, steht für engagierte und vorbildhafte Kulturvermittlung.

Die 21 Bewerber in der finalen Abstimmungrunde der Jury sind das Deutsche Theater Berlin,  das Grassi-Museum für Angewandte Kunst, Leipzig, das Jüdische Museum, Frankfurt, das Historische Museum, Frankfurt, die Komische Oper Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Kunsthalle Bremen, die Landesbühne Niedersachsen Nord GmbH, Wilhelmshaven, das Literaturhaus Köln e. V., das Maxim Gorki Theater, Berlin, das Nationaltheater Mannheim/Oper, die Neuköllner Oper e. V., Berlin, das Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH, das Philharmonische Staatsorchester Mainz, die Schaubühne Lindenfels gAG, Leipzig, das Staatsschauspiel Dresden, das Städelsche Kunstinstitut/Städel-Museum, Frankfurtm, das Deutsche Hygiene-Museum, Dresden, das Theater Oberhausen, das Theater Bremen und die Varusschlacht im Osnabrücker Land gGmbH – Museum und Park Kalkriese

Die Jurymitglieder sind Inez Boogaarts, Geschäftsführerin der Zukunftsakademie Nordrhein-Westfalen, Tom Braun, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, Teresa Darian, Spezialistin kulturelle Bildung in der Kulturstiftung des Bundes, Marc Grandmontagne, Vorstand Deutscher Bühnenverein, Max Hollein, Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco (ab Sommer 2018: Generaldirektor Metropolitan Museum New York), Astrid Kießling-Taşkın, Vorständin Commerzbank-Stiftung, Uwe Koch, Koordinator Europäisches Kulturerbejahr 2018 in Deutschland (Geschäftsstelle Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz), Birgit Mandel (fachliche Leitung), Professorin für Kulturvermittlung an der Universität Hildesheim und Stiftungsratsmitglied der Commerzbank-Stiftung, Sabine Rückert, stellvertretende Chefredakteurin von „Die Zeit“
Die Commerzbank-Stiftung hat am 6. Juni 20118 die Shortlist für ZukunftsGut, Deutschlands ersten Preis für institutionelle Kulturvermittlung veröffentlicht. Aus 125 Bewerbungen sind nominiert:

HISTORISCHES MUSEUM FRANKFURT

STAATSSCHAUSPIEL DRESDEN

THEATER OBERHAUSEN

Die drei genannten Institutionen zeichnen sich durch die Konsequenz aus, mit der sie Kulturvermittlung zur zentralen Kernaufgabe für ihr Haus gemacht haben und dabei die Interessen eines vielfältigen Publikums miteinbeziehen.

Das Staatsschauspiel Dresden hat als erstes Theater in Deutschland das Konzept der Bürgerbühnen entwickelt: Im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern erhält klassische Dramatik einen aktuellen Zeitbezug. Das Theater Oberhausen wiederum kooperiert mit vielfältigen Einrichtungen und gesellschaftlichen Gruppen der Stadt. In partizipativen Produktionen wird das Haus zu einem Treffpunkt für Menschen ganz unterschiedlicher Lebenswelten. Im Historischen Museum Frankfurt ist es gemäß der Strategie des Stadtlabors eine gemeinsame Aufgabe von Stadtbewohnern und Institution, Ausstellungen zu entwickeln. Das gestaltende Element dabei sind die subjektiven Erfahrungen, die die Frankfurterinnen und Frankfurter mit ihrer Stadt verbinden, ebenso ihre Erwartungen.

Initiatorin von ZukunftsGut ist die in Frankfurt ansässige Commerzbank-Stiftung. Erstmals wurde der Preis im Europäischen Kulturerbejahr 2018 ausgerufen.

Die finale Entscheidung wird am 12. September 2018 im Rahmen der offiziellen Preisverleihung in der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt bekannt gegeben.
Im Rahmen der Preisverleihung veranstaltet die Commerzbank-Stiftung ein öffentliches Symposium zur Vermittlung kulturellen Erbes in Institutionen.


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