Sebastian Baumgarten
Portrait von Sebastian Baumgarten

wurde 1969 in Ostberlin geboren. Er studierte Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und war Assistent von Ruth Berghaus, Robert Wilson und Einar Schleef. Seit 1992 arbeitet er sowohl als Schauspiel- als auch als Opernregisseur u. a. in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Zürich, Kopenhagen sowie an der Dresdner Semperoper. Von 1999 bis 2002 war er Oberspielleiter für Musiktheater am Staatstheater Kassel und von 2003 bis 2005 Chefregisseur am Meiniger Theater. Für seine „Orest“-Inszenierung 2006 an der Komischen Oper Berlin wählten ihn die Kritiker der Zeitschrift „Opernwelt“ zum Regisseur des Jahres. An der Semperoper Dresden brachte Baumgarten u. a. 2007 Brittens „Peter Grimes“ auf die Bühne. 2011 eröffnete er mit Wagners „Tannhäuser“ die 100. Bayreuther Festspiele. Baumgarten ist stark daran interessiert, bei der Umsetzung von Inszenierungsideen, politische und historische Bedingungen zu thematisieren. Dabei adaptiert er gerne Stoffe, denen moralphilosophische Fragestellungen zugrunde liegen und die, wie er sagt, „die dunklen Seiten der Aufklärung“ verhandeln. Am Staatsschauspiel Dresden entstand unter seiner Regie zuletzt 2010 E. T. A. Hoffmanns „Der goldne Topf“.