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  • Gespräch mit dem Autor Ewald Palmetshofer

tier. man wird doch bitte unterschichtAuf Facebook teilen

von Ewald Palmetshofer | Regie: Simone Blattner | Uraufführung am 11. September 2010 | Kleines Haus 2


„Palmetshofer blättert, wühlt, kämpft sich deshalb durch die Sprache, um Wege zum Andersdenken, zum Anderssprechen zu finden.
Es ist ein böses, scharfes Stück Sprach- und Gesellschaftskritik, das nicht so tut, als ließe sich von der Bühne herab geradewegs Sprach- und Gesellschaftskritik betreiben.“
Frankfurter Rundschau/Berliner Zeitung, 13.09.2010, Dirk Pilz

„Blattner gelingt mit ihrem leidenschaftlichen Ensemble, die komplexe Partitur von Palmetshofers Satzkaskaden und Sprachspielen, von rhetorischen Unbestimmtheiten und kommunikativen Leerstellen, so komödiantisch schwungvoll wie bitterbös’ gallig aufzublättern und sie dabei zum Klingen, Singen, Strahlen zu bringen.
‚tier. man wird doch bitte unterschicht‘ erobert sich klug, formsicher und anrührend nachdrücklich die Bühne.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2010, Irene Bazinger

„Kunstvoll montiert und von Simone Blattner konsequent ausagiert.
Dieses Stück ist ein diskussionswürdiger Versuch, mit struktureller Gewalt in jenen Gegenden der Gesellschaft umzugehen, wo man Stücke wie die von Palmetshofer nicht versteht. Und wenn dann draußen vor der Dresdner Theatertür grölende „Dynamo-Skinheads mit Runen-Shirts vorbeiziehen, dann verwandelt sich alle Grobzeichnung in Palmetshofers Stück wieder in den Reichturm einer antiken Tragödie.“
Süddeutsche Zeitung, 15.09.2010, Till Briegleb

„Palmetshofers Sprache kann aus Stottersätzen Bilder malen. Sie hat einen mitreißenden Rhythmus und überrascht mit konsequentem Weiterdenken von Klischees.“
Dresdner Neueste Nachrichten, 13.09.2010, Bistra Klunker

„Ewald Palmetshofers Text, ist auch ein wunderbarer Lesetext, mit dem der junge Autor ein weiteres Mal seine enorme Sprachkraft, sein vielschichtiges, sezierendes und provozierendes Denken unter Beweis stellt.“
nachtkritik.de, 11.09.2010, Caren Pfeil

„Ewald Palmetshofers neues Stück findet neue Töne für ein altes Thema. Kurz vor der Katastrophe, kurz bevor Erika gegen Vater und Sohn selbst zum Tier wird, knallt ein Radio auf den Tisch, aus dem lustige Volksmusik dudelt. Und eine knappe Szene lang verwandelt sich die Dörfler-Runde in einen Text singendenden, lachenden, jauchzenden, frohsinnsbesoffenen Folkloreabend. Den Rhythmen der idyllischen Schnulzen und Ohrwürmer aus dem Musikantenstadl schmiegt sich die Sprache verführerisch an. Und auf einmal klingt Ewald Palmetshofers Stück wie das neue Höllenlied der Heimat: ein Muss für jeden Integrationsbeauftragten.“
Theater heute, Oktober 2010, Franz Wille

„Er ist erst 32, war aber schon zweimal für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert: Der Oberösterreicher Ewald Palmetshofer ist eine der eigenwilligsten jungen Stimmen des Theaters.“
Spiegel online, 13.09.2010