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Eine Heldensaga mit Jugendlichen aus Dresden nach Friedrich Hebbel und Moritz Rinke | Regie: Marc Prätsch | Premiere 25. September 2009 | Kleines Haus 1
Die Bürgerbühne Markierung: Die Bürgerbühne

König Gunther und seine Ritter gelten als die mutigsten und stärksten Kämpfer, der Ruhm der Burgunder durchfliegt die Welt. Nur ein Einziger ist stärker als sie alle: der Niederländer Siegfried besitzt magische Waffen und gilt als unsterblich, seit er in Drachenblut badete. Als Siegfried an Gunthers Hof auftaucht, schließen die beiden einen geheimen Pakt – wenn Siegfried für Gunther die übermenschlich starke Königstochter Brunhild von Island im Kampf besiegt und ihm als Braut nach Burgund bringt, bekommt Siegfried zum Dank die Hand der schönen Kriemhild. Doch Kriemhild hat geschworen, sich niemals zu verlieben.
Die Sage um die Nibelungen gehört zu den ältesten und einflussreichsten Mythen der nordeuropäischen Welt, seit dem 12. Jahrhundert wird ihre Geschichte immer wieder neu erzählt. Die Kämpfer und Königinnen lieben einander ewig oder hassen sich aufs Blut. Doch was verbirgt sich wirklich hinter den uralten Erzählungen? Kann man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen oder ist alles vorherbestimmt? Ist das Recht des Stärkeren unanfechtbar und wie lange währt einmal geschworene Rache? Darf man im Namen der Liebe alles tun und alles opfern? Und wie geht man heute mit der Sprache Hebbels um?
In einem großen Jugendprojekt der Bürgerbühne des Staatsschauspiels machen sich zwanzig Jugendliche aus Dresden und Region im Alter von 12 bis 24 Jahren zusammen mit Regisseur Marc Prätsch auf in eine mythische Welt, um gemeinsam herauszufinden – wer sind die Nibelungen heute?

Marc Prätsch hat mit großem Erfolg Klassiker mit jugendlichen Laien an deutschen Theatern inszeniert, darunter Schillers „Die Räuber“, mit Berufsschülern aus Hildesheim, Shakespeares „Romeo und Julia“ als Eröffnungspremiere des jungen schauspielhannover (eingeladen zum Theatertreffen der Jugend in Berlin) sowie „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart an der Staatsoper Hannover, ausgezeichnet mit dem Preis der Stiftung Kulturregion Hannover.

Dauer der Aufführung: 2 ¼ Stunden, eine Pause

Besetzung:

König Gunther - am 16.04.2010: Christian Clauß
König Gunther: Philipp Marek
Giselher: Maik Friedrich
Gernot / am Waldhorn: Valentin C. Kleinschmidt
Hagen von Tronje: Ron Helbig
Volker: Claudia Martin
Sindold: Franziska Rilke
Ute: Kevin Börner
Kriemhild: Henriette Hölzel
Kriemhilds Kind: Josephine Menzel
Siegfried: Steve Mosch
Brunhild: Lydia Behring
Brunhilds Kind: Laura Schneider
König Etzel: Richard Sachse
Ortliep: Matti Freitag
Rüdiger von Bechelaren: Clemens Günther
Dietrich von Bern: Anne Grünig
an der Clarinette: Cléo Gelke
an der Violine: Katharina Hähling
an der Posaune: Georgina Koschke
am Klavier: Thanh Tien Nguyen

Regie Marc Prätsch
Bühne Philipp Nicolai
Kostüm Irène Favre de Lucascaz
Musik Sven Kaiser
Choreografie Axel Hambach - Kampf, Fabio Caracci - Tanz
Licht Andreas Barkleit
Dramaturgie Beret Evensen