„Hochgelobt und dennoch völlig unprätentiös weben sich die beiden Regisseure Helgard Haug und Daniel Wetzel ihren Stoff aus Lebensepisoden und stellen diese in neuen Zusammenhängen auf die Bühne. Nahezu alljährliche Theaterpreise sind Lohn ihrer Arbeit, einen Einblick in deren Tiefe und Breite lässt allein die Dankesliste zum jüngsten Projekt, das im Dresdner Kleinen Haus seine Uraufführung erlebte, erahnen. Hier geht es nicht um Exhibitionismus im Stile billig er Fernsehunterhaltung, sondern um kluge, sensible Aufarbeitung. Es ist ein Miteinander, kein Gegeneinander. So unterschiedlich die Charaktere und Geschichten, so differenziert die hochkonzentrierte Darbietung der zumeist in Monologen gehaltenen Texte: unsicher zurückhaltend bis frech auslebend.“ Dresdner Neueste Nachrichten, 12.10.2009, Andreas Herrmann grenzwerte_der_anderen_art_dnn_12.10.2009.pdf (434 kB)
„Bewundernswert ist, wie Haug und Wetzel die Menschen dazu bringen, sich zu öffnen, zu erzählen, und wie sie sie dennoch niemals vorführen oder ausnutzen. Und wie wohltuend berührend ist der globale Blick auf die Grenze in Zeiten des Wende-Feiertaumels. Kein literarisches Drama wird hier inszeniert, kein Schauspieler steht auf der Bühne. Vielmehr Menschen, die nervös sind, die Fehler machen, und die von sich selbst erzählen. Rimini Protokoll hat Aufsehen erregt, die Szene verändert und viele Preise bekommen, im letzten Jahr den Europäischen Theaterpreis in der Kategorie ‚Neue Realitäten’. Tatsächlich hat Rimini die Bühne für neue Realitäten geöffnet. Den alten Klassikern und Dramen hat es bisher nicht geschadet.“ Sächsische Zeitung, 12.10.2009, Valeria Heintges asiatische_pappfamilie_im_deutschen_wald_saechsische_zeitung_12.10.2009.pdf (1254 kB)
„Geschichten zwischen Tragik und absurder Komik waren es allesamt, die die Helden des Grenzgebiets zu erzählen hatten. Immerhin hatte man bisher von diesen Nachbarn nicht viel mehr gewusst, als dass, wo sie auftauchen, häufig eine Stange Zigaretten blitzschnell den Besitzer wechselt. Und dass die Tomaten bei ihnen billig er sind als im Konsum. Auf einmal stehen Biografien hinter ihnen, und das Theater wird für zwei Stunden ein Ort, der Wirklichkeit zu einem außerordentlichen ästhetischen Erlebnis vergrößert.“ nachtkritik.de, 09.10.2009, Caren Pfeil onkel_hos__vergessene_europaeische_kinder_nachtkritik_09.10.2009.pdf (493 kB)
„Vùng biên gió’i, Grenzgebiet, heißt die Produktion, die nach der Premiere am Staatsschauspiel Dresden ans Nationaltheater Prag wandert. Dabei geht es um Grenzgebiete im Plural: zwischen Ost- und Westdeutschland, zwischen Nord- und Südvietnam, zwischen BRD und Tschechien. Natürlich geht es auch um die Überwindung von Grenzen, um ihre unüberwindbaren Reste und darum, wie viel ein Mensch in einem Leben um Himmels willen eigentlich aushalten kann. Das andere als Teil unserer Geschichte vorzustellen, ist die Stärke des Projekts.“ TAZ, 12.10.2009, Christiane Kühl es_gibt_noch_schaetze_zu_heben_taz_12.10.2009.pdf (1023 kB)
„Anrührende Lebensgeschichten.“ DeutschlandRadio, 10.10.2009, Hartmut Krug zu_gast_in_der_ddr_deutschlandradio_10.10.2009.pdf (435 kB)