17.06. + 18.06.2018 › Schauspielhaus

Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)

von Rimini Protokoll
Eine Produktion von Düsseldorfer Schauspielhaus und Rimini Protokoll
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Foto: Benno Tobler
Handlung
Was erzählen Großbaustellen über unsere Gesellschaft? Was erzählen ihre verborgenen Choreografien verschobener Fertigstellung und Kostenkorrekturen, die komplexen Verflechtungen ihrer Akteure, die undurchsichtigen Verbindungslinien in alle Welt? Warum bauen Staaten, und für wen? Was geht vor: Partizipation oder Masterplan? In „Gesellschaftsmodell Großbaustelle“ entwirft Stefan Kaegi das Wimmelbild einer Gesellschaft im Baufieber. Dabei sitzt das Publikum nicht im Dunkeln des Zuschauerraums, sondern folgt sieben Experten auf szenischen Baustellenführungen über die Simultanbühnen eines sich immer weiter auffächernden Raumes: Ein rumänischer Bauarbeiter nimmt Zuschauer mit zum Fliesenverlegen, eine Anlageberaterin entwirft eine Kosten-Nutzen-Rechnung für Investitionen in „Betongol“, ein Baurechtler führt Zuschauer in den „Kampfsport Nachtragsforderungen“ ein, der ehemalige Entrauchungsplaner des Berliner Flughafens rekonstruiert seine Baustelle, um zu verstehen, wie er zum Bauernopfer der Politik wurde, ein Anwalt wirft einen Blick hinter die Kulissen des größten Korruptionsfalles von Nordrhein-Westfalen, und ein Ökonom schaut von einer Schweizer Übersichtsterrasse in Singapur aus auf einen Masterplan für postfossiles Bauen. So entsteht ein räumliches Wimmelbild, an dem wiederum ein Ameisenforscher aufzeigt, wie ein Staat bauen könnte, dessen Bewohner Partizipation nicht als Summe von Partikularinteressen verstehen. In Düsseldorf, wo das Schauspielhaus derzeit hinter den Baugerüsten und Kränen einer benachbarten Großbaustelle verschwindet, überführt Rimini Protokoll das verschachtelte Geflecht aus internationalen Investoren, Baukonsortien und Auftraggebern bis hinunter zu Vergaberechtlern und Zulieferfirmen in ein großes begehbares Raummodell im Schauspielhaus.

www.dhaus.de
Dauer der Aufführung: 2 Stunden.
Keine Pause.
Besetzung
Konzept / Text / Regie
Stefan Kaegi
Bühnenbild
Dominic Huber
Video
Mikko Gaestel
Musik
Fabian Schulz
Licht
Konstantin Sonneson
Dramaturgie
Robert Koall
Mit
Sonja-Verena Breidenbach, Dieter Läpple, Alfredo Di Mauro, Jürgen Mintgens, Marius Ciprian Popescu, Andreas Riegel, Reiner Pospischil, Fang Yun Lo
Nächste Termine
Pressestimmen
„Grandios gelungen. Fast so gut wie noch nie bei Rimini Protokoll. Ein richtiges Erlebnis.“
Stefan Keim, 13.05.2017, WDR 3
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13.05.2017
„Grandios gelungen. Fast so gut wie noch nie bei Rimini Protokoll, weil in jeder Szene, von jedem Experten, der etwas erzählte, Bezüge zu den anderen hergestellt wurden und sich so wirklich ein Wimmelbild, ein Mosaik ergeben hat, dass man diesen Raum immer wieder völlig anders wahrgenommen hat. Ein richtiges Erlebnis.“
Stefan Keim, WDR 3
„Eine logistische Meisterleistung. Am liebsten würde man auf einer Drohne über diesem Wimmelbild kreisen.“
Martin Krumbholz, 13.05.2017, nachtkritik.de
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13.05.2017
„Eine logistische Meisterleistung. Am liebsten würde man auf einer Drohne über diesem Wimmelbild kreisen und mal hier, mal dort zusehen und zuhören. Stefan Kaegi und sein Team haben für diese Koproduktion mit dem HKW Berlin, den Münchner Kammerspielen, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Zürcher Schauspielhaus als zweiten Teil ihrer ‚Staat‘-Serie (Teil 1 kam im September 2016 in München heraus) einen packenden, informativen, im besten Sinn aufklärerischen Abend zustande gebracht.“
Martin Krumbholz, nachtkritik.de
„Der Abend fasziniert durch die Originalität seiner Blickwinkel. Ein Abend, der Fragen aufreißt, mit Humor, Phantasie und tatsächlich mit den elementaren Mitteln des Theaters.“
Ulrike Gondorf, 13.05.2017, WDR 5 Scala
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13.05.2017
„Der Abend fasziniert durch die Originalität seiner Blickwinkel. Ein Abend, der Fragen aufreißt, mit Humor, Phantasie und tatsächlich mit den elementaren Mitteln des Theaters. Und wie das alles ineinander greift, mit punktgenauer Organisation und perfektem Timing, das ist ein kleines Theaterwunder.“
Ulrike Gondorf, WDR 5 Scala
„Ein Kunstwerk, das sich aus der Realität speist und auf sie zurückverweist. Ein großer Theaterabend.“
Sema Kouschkerian, 15.05.2017, Westdeutsche Zeitung
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15.05.2017
„Eine ungeheuer dynamische Inszenierung geht nach zwei Stunden ohne Pause (die niemand vermisst) zu Ende, aufklärerisch und fordernd. Ironisch, manchmal lustig. Ein Kunstwerk, das sich aus der Realität speist und auf sie zurückverweist. Ein großer Theaterabend, den das Publikum zu Recht bejubelt.“
Sema Kouschkerian, Westdeutsche Zeitung
„Es gelingt der Theatergruppe, die abstrakte Beschäftigung mit der Gefahrenzone Baustelle zu einem sinnlichen Erlebnis zu machen.“
Dorothee Krings, 15.05.2017, Rheinische Post
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15.05.2017
Es gelingt der Theatergruppe, die abstrakte Beschäftigung mit der Gefahrenzone Baustelle zu einem sinnlichen Erlebnis zu machen. Und aus umherwandernden Zuschauergruppen eine Erfahrensgemeinschaft zu formen, die am Ende nicht nur eine Vision vom gerechteren Bauen entwickelt, sondern gemeinsam tanzt.“
Dorothee Krings, Rheinische Post
Partner
STAAT 1–4 ist eine Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt (HKW), den Münchner Kammerspielen, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Staatsschauspiel Dresden und Rimini Protokoll im Rahmen des HKW-Langzeitprojekts 100 JAHRE GEGENWART, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Deutschland aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. STAAT 1 wurde vom Goethe-Institut mitinitiiert und koproduziert.