Andorra
von Max Frisch | Regie: Miriam Tscholl | Premiere am 15. Oktober 2011 | Kleines Haus 1
Die Bürgerbühne 
„In Andorra lebte ein junger Mann, den man für einen Juden hielt“, so beginnt Max Frisch seine berühmte Parabel über Vorurteile, welche die Wirklichkeit erst schaffen, die sie angeblich beschreiben. Ein andorranischer Lehrer gibt seinen unehelichen Sohn, den Tischlerlehrling Andri, als „gerettetes Judenkind“ aus – und eine ganze Stadt erkennt in ihm „Jüdisches“, die „jüdische Intelligenz“, die „Heimatlosigkeit“ – bis auf Barblin, Andris Halbschwester, die ihn liebt. Andri selbst wiederum erkennt in sich schließlich kein Talent mehr zur Tischlerei, muss aber ständig ans Geld denken – und reibt sich schließlich die Hände. Das ist doch „jüdisch“? Schließlich wird Andri ermordet. Schuld hat – das versteht sich von selbst – niemand. – Bei Max Frisch heißt es, der Kleinstaat Andorra im Stück habe „nichts zu tun mit dem wirklichen Kleinstaat dieses Namens“. In der Inszenierung von Miriam Tscholl spielt eine Doktorin den Doktor, ein Tischler den Tischler, eine Mutter die Mutter – aber machen Sie sich nicht vorschnell ein Bild!
Dauer der Aufführung: 1 ½ Stunden, keine Pause
Besetzung:
Andri: Christian Leonhardt
Barblin: Nancy Pönitz
Der Lehrer (Can): Markus Lipsz
Die Mutter: Heike Sperling
Die Senora: Hella Leske
Der Pater (Benedikt): Berndt Fröbel
Der Soldat (Peider): Ashok Khan
Die Wirtin: Verena Müller
Der Tischler (Prader): Veit Grasreiner
Die Doktorin (Ferrer): Elke Haufe
Der Geselle (Fedri): Benjamin Bruch
Der Jemand: Uwe Delkus, Stephanie Goldhagen, Teresa Lippold, Anton Petzold, Anne Sofie Schietzold
Die Nachbarin: Lilian Ackermann
Regie Miriam Tscholl
Bühne und Kostüm Katrin Hieronimus
Musik Roman Keller
Dramaturgie Ole Georg Graf
Licht Rolf Pazek