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Die Katze auf dem heißen BlechdachAuf Facebook teilen

von Tennessee Williams | Regie: Sabine Auf der Heyde | Premiere am 4. Dezember 2010 | Kleines Haus 1


„Albrecht Goette ist als Big Daddy überragend, ein Machtmensch, keinen Widerspruch duldend, brutal gegen seine Frau, lüstern auf seine alten Tage. Und glücklich wie ein Kind, irrigerweise glaubend, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein.
Matthias Reichwald spielt Brick: erloschen, kaum aufbegehrend, sich an Krücken bewegend, die Stille suchend. Eine starke Leistung des Schauspielers, den man in Dresden bisher in agilen, aktiven Rollen sah.“ Sächsische Zeitung, 06.12.2010, Rainer Kasselt

„Sabine Auf der Heyde lässt das Stück in einem über dem Bühnenboden schwebenden Guckkasten spielen. Ihre Regie ist präzise, die Psychologie der Figuren fein herausgearbeitet. Matthias Reichwald (Brick), Sonja Beißwenger (Maggie), Albrecht Goette (Big Daddy) und allen voran Helga Werner (Big Mama) gehen in den Charakteren ihrer Rollen glaubwürdig auf. Starker Applaus für das ganze Ensemble.“
Dresdner Morgenpost, 06.12.2010

„Ein mit kräftigen und trotzdem sensiblen Strichen gezeichnetes Kammerspiel, das den entsprechenden Beifall fand – das Schauspielertheater stirbt nicht aus.“
Dresdner Neueste Nachrichten, 06.12.2010, Tomas Petzold

„Strukturiert und ordnungsklar greift Regisseurin Sabine Auf der Heyde ins tief verrottete Wohlstandselend um den todkranken Plantagenbesitzer Big Daddy, dem keiner sein Krebsstadium ins Gesicht zu sagen wagt. Stattdessen umschleicht ihn seine habgierige Sippe mit festem Blick aufs Testament, und nur Sohn Brick ist außer seinem Whisky alles egal. Er schleppt seit dem Selbstmord seines Sportsfreundes Skipper, dessen schwule Liebe er verleugnet hat, seinen eigenen Lügenrucksack mit sich herum.
Albrecht Goette, der Big Daddy Ekel vor Welt und Verwandtschaft in ein massig verlebtes Gesicht knittert, zerplatzt dem Sohn als alter Kenner die Hetero-Lüge wie einen bunten Luftballon mit einem souveränen „Was solls“. Und Matthias Reichwalds Brick, ein cooler, sturer Trinker, der sich mit jedem Glas mehr in eine hellwache Seelenruhe steigert, pariert punktgenau: mit einem Todesurteil. Zwei Verbündete im Selbst- und Welthass decken sich gegenseitig die Karten auf und schicken einander mit ihrem letzten Blatt in die Hölle. Wer hätte das gedacht: Poker ist auch eine Art Kapitalismuskritik.“
Theater Heute, Februar 2011, Franz Wille