Tennessee Williams

wird 1911 als Thomas Lanier Williams in Columbus, Mississippi, geboren und wächst in St. Louis auf, dem Süden der USA. Schwierige Familienverhältnisse (der Vater ist als Handlungsreisender oft abwesend, die Mutter dominant autoritär, die Schwester psychisch labil) überschatten seine Kindheit und bringen ihn früh zum Schreiben. 1931 beginnt er ein Studium der Theologie und Literatur, nebenher arbeitet er für seinen Lebensunterhalt in einer Schuhfabrik. Er entdeckt den Alkohol als Mittel gegen seine Schüchternheit und erleidet einen Nervenzusammenbruch. 1939 macht er sich für einen Dramatikerwettbewerb drei Jahre jünger, weil die Altersgrenze bei 25 liegt, und nennt sich Tennessee Williams. Für dieses Pseudonym gibt es verschiedene Erklärungen: Als Thomas Lanier Williams hatte er in überregionalen Literaturzeitschriften veröffentlicht und war als Einsender unverlangter Manuskripte bekannt; der Spitzname wegen seines Südstaaten-Akzentes; eine Geste an seine Vorfahren, welche diesen Bundesstaat gegen Indianer verteidigt hatten. Der eigentliche Durchbruch gelingt ihm 1940 mit „Die Glasmenagerie“. 1947 wird er für „Endstation Sehnsucht“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, den er 1955 für „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ erneut erhält. Als seine letzten erfolgreichen Stücke gelten „Süßer Vogel Jugend“ (1959) und „Die Nacht des Leguan“ (1961), das wie viele seiner Bühnenstücke prominent verfilmt wurde. Tennessee ­Williams, der sich spät zu seiner Homosexualität bekannte, macht ab Mitte der 60er Jahre schwere Krisen durch, sein Leben wird bestimmt von Drogen, Alkohol und Klinikaufent­halten. 1983 stirbt er mit 71 Jahren in einem New Yorker Hotel.