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Für alle reicht es nichtAuf Facebook teilen

von Dirk Laucke | Regie: Sandra Strunz | Uraufführung 31. Oktober 2009 | Kleines Haus 2


Im Sog des Unverarbeiteten

Dirk Laucke hat das Stück zur Stunde geschrieben.
nachtkritik.de, 31.10.2009, Nikolaus Merck und Dirk Pilz
nachtkritik_im_sog_des_unverarbeiteten.pdf (439 kB)

Was der Dirk Laucke geschrieben hat mit einer sehr sinnlichen und direkten Sprache, das sind realistische Situationen und Sandra Strunz hat daraus nicht anderes aber etwas sehr Beeindruckendes gemacht. Sie spielt das eben oft sehr spielerisch als Traumsequenz, als Nicht-Realismus als in einander übergehende Szenen und das gibt dieser Geschichte wo jeder Mensch des anderen Menschen Wolf ist eine große Kraft und eine kräftige Poesie.
Deutschland Radio, 31.10.2009, Hartmut Krug

Das Mögliche und das Unzureichende

Autor Laucke zeigt nicht nur eine genaue Beobachtungsgabe, sondern auch eine erstaunliche Reife. Er schnitzt nie grobes Holz, sondern macht seine Figuren als ambivalente Typen verstehbar. Hartnäckig hält sich bei allen eine Ur-Ahnung, was das Leben eigentlich sein könnte.
Dresdner Neueste Nachrichten, 02.11.2009, Michael Bartsch
dnn_das_moegliche_und_das_unzureichende.pdf (1444 kB)

Theater als die öffentlichste aller Künste

Dirk Laucke hat mit Geschick und Sprachgespür in seiner abenteuerlichen Ost-West-Mixtur diverse alte und neue Nachrichten so kräftig aufgefüllt, dass nichts und niemand mehr fehlt.
Sächsische Zeitung, 02.11.2009, Gabriele Gorgas
saechsische_theater_als_die_oeffentlichste_aller_kuenste.pdf (1431 kB)

Theater für Europa nach 1989

Ein so aberwitziges wie bedrückendes Stück, das für Cathleen Baumann (Anna), Thomas Eisen (Jo), Torsten Ranft (Heiner) und Melanie Lüninghöner (Ela/Martina/Cheyenne) tolle Rollen entwarf. Viel Applaus.
Dresdner Morgenpost, 02.11.2009
dresdner_morgenpost_theater_fuer_europa_nach_1989.pdf (1468 kB)

Wenn die Träume mit dem T-55 verschrottet werden

Der 27 Jahre alte Laucke ist ein vielgefragtes Talent, seitdem er mit seinem Stück ‚alter ford escort dunkelblau’ bewiesen hat, dass er wie kaum ein zweiter Figuren aus dem Niemandsland des Nachwende-Losertums ein sympathisches Gesicht geben kann.
DIE WELT, 02.11.2009, Matthias Heine
die_welt_wenn_die_traeume_mit_dem_t_55_verschrottet_werden.pdf (489 kB)

Volles Haus bei Uraufführung von „Für alle reicht es nicht“ in Dresden

Mit viel Beifall ist am Samstagabend in Dresden die Uraufführung aufgenommen worden. Der Abend im vollbesetzten Kleinen Haus bildete den Auftakt des internationalen Theaterfestivals ‚After the Fall’
Leipziger Volkszeitung, 02.11.2009
leipziger_volkszeitung_volles_haus_bei_urauffuehrung.pdf (485 kB)

Komm mir nicht mit deiner Moral!

Scharfe Dialoge, eine genau beobachtende Regie und großartige Schauspieler. Was Thomas Eisen und Cathleen Baumann, Torsten Ranft und Melanie Lüninghöner leisten, verschlägt einem immer wieder den Atem. Ein wichtiger, ein insgesamt gelungener Beitrag zum Nachdenken über Europa.
Freie Presse, 02.11.2009, Katja Solbrig
freie_presse_online_komm_mir_nicht_mit_deiner_moral.pdf (488 kB)

Für alle reicht es nicht

Der junge Dramatiker Dirk Laucke, Jahrgang 1982, hat einen unerschütterlich direkten, schnoddrigen und herrlich saftigen Humor, den er, der Unterschichtenspezialist, wie kaum ein anderer seiner Generation in Sprache zu packen versteht. Laucke kennt die Figuren, die er liebevoll am Wickel hat und denen er den Slang der Straße vom Maul abschaut, um ihn kunstvoll zu verdichten. Das gewinnt eine große Authentizität, die auch in ‚Für alle reicht es nicht’ die Qualität ausmacht. Sandra Strunz hat die Uraufführung mit spielerischen Verfremdungs- und Westernelementen, mit ironischen Brüchen und einem furiosen Cellisten namens Friedrich Paravicini auf einer Bühnenschräge inszeniert. Der untere Teil ist mit Sand aufgefüllt: Spielwiese für Heiner, den einstigen NVA-Panzerkommandanten, einer der rührendsten Antihelden seit langem. Heiner, bei Torsten Ranft ein liebenswerter Kindskopf mit Grobian-Zügen, hat sich als Loser aus dem Osten einen letzten Traum zurechtgebastelt: Er will einen Panzer-Fahrpark aufbauen, ein richtiges Touri-Geschäft aufziehen, und sein alter T 55 soll den Anfang machen. Das will er sich nicht von Störenfrieden wie Jo (Thomas Eisen) und Anna (Cathleen Baumann) und einer Ladung illegaler Asiaten vermasseln lassen. ... wie hier auf einem kleinen Fleckchen Erde ein Stück Traumland - und damit auch: Deutschland - behauptet wird, ist doch recht ertragreich.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2009, Christine Dössel
sueddeutsche_zeitung_fuer_alle_reicht_es_nicht.pdf (1673 kB)

Er wird es nie schaffen

Dirk Laucke für den deutschen Beitrag auszuwählen, war sinnvoll. Kaum ein zeitgenössischer Dramatiker ist so nah dran an der Lebenswelt des Prekariats. Er versteht die Ängste und die Wut der Menschen, die das Gefühl haben, immer nur auf die Fresse zu bekommen. Er hat eine Bühnensprache entwickelt, die nicht von der Realität abgekupfert ist, aber klar und glaubwürdig wirkt. Wie einst Ödön von Horváth kann Laucke seine Sätze schweben und poetisch werden lassen, ohne an Authentizität zu verlieren. Natürlich landen seine Figuren immer abrupt in der Wirklichkeit.
Frankfurter Rundschau, 06.11.2009, Stefan Keim
frankfurter_rundschau_er_wird_es_nie_schaffen.pdf (1604 kB)