Gespenster
Familiendrama von Henrik Ibsen | Regie: Klaus Dieter Kirst | Premiere am 31. Oktober 2010 | Kleines Haus 1
Gleich im ersten Jahr betrügt Herr Alving seine Frau Helene nach Strich und Faden mit anderen Frauen. Helene flüchtet vor ihrem Mann und aus der Ehe, die nichts als Enttäuschung bereithält. Zuflucht sucht sie bei Pastor Manders, einem Familienfreund, den sie einst liebte. Der verständnislose Pastor jedoch hält es für seine geistliche und moralische Pflicht, Helene zu ihrem Mann zurückzubringen. 19 Jahre lebt Helene Alving in einer Ehe, die aus Lug und Trug besteht. Dann stirbt ihr Mann. Zehn Jahre später stiftet die Witwe ein Kinderheim in seinem Namen. So zementiert sie ihre Lebenslüge; die Lüge, ihr Mann habe sich gebessert und sei fortan ein vorbildlicher Ehemann gewesen ...
„Gespenster“ ist ein analytisches Familiendrama, das – personifiziert durch Pastor Manders – eine freudlose und scheinheilige Gesellschaft zeigt, in der Arbeit als Gotteslästerung gilt und die Frau sich zu fügen hat, wie schwer die Schuld ihres Ehegatten auch immer wiegen mag. Dieser spießbürgerlichen und bigotten Gesellschaft setzt Ibsen ein armes Künstlerleben in der Gestalt des Osvald Alving, Helenes Sohn, entgegen, für den Arbeit Lebensfreude bedeutet und Sex auch ohne Heirat lebbar ist, wäre da nicht diese unheilvolle Krankheit.
Dauer der Aufführung: 1 ¾ Stunden, keine Pause
Besetzung:
Helene Alving: Olivia Grigolli
Osvald Alving: Sascha Göpel
Pastor Manders: Ahmad Mesgarha
Tischler Engstrand: Torsten Ranft
Regine Engstrand: Mila Dargies
Regie Klaus Dieter Kirst
Bühne Olaf Altmann
Kostüm Jutta Harnisch
Dramaturgie Julia Weinreich
Licht Andreas Barkleit