Die Hochzeit des Figaro
von Wolfgang Amadeus Mozart | Oper in 4 Akten nach einem Libretto von Lorenzo da Ponte | Deutsche Textfassung von Nicolas Brieger und Friedemann Layer | Musikalische Leitung: Prof. Ekkehard Klemm | Inszenierung: Prof. Andreas Baumann | Premiere am 27. April 2012 | Kleines Haus 1
Koproduktion der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, des Staatsschauspiels Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Opernklasse der HfM Dresden
„In ‚Figaros Hochzeit‘ hat der sehr geschickte Textdichter Da Ponte dem Beaumarchais die politischen Zähne ausgebrochen. Nur so war es möglich, die Oper zu machen. Aber Mozarts Musik gibt dem Text eine neue brillante Schärfe, eine geistreiche Eleganz, und politisiert ihn wieder durch Musik“.
Zitat Hanns Eisler
Was an diesem „tollen Tag“ los ist, wurde in unzähligen Aufführungen auf den Bühnen der Opernwelt erzählt:
Graf Almaviva, Vertreter des morbiden Adels und Lüstling, ist der Liebe zu seiner Frau längst überdrüssig und will Susanna, deren Dienerin, am Tage ihrer Hochzeit mit Figaro, verführen. Wie von einer Obsession getrieben will er jenes feudale Recht der ersten Nacht (jus primae nocte), das er selbst durch schlau eingefädelte und dennoch durchschaubare Reformen abgeschafft hat, kurz vor Toresschluss noch einmal in Anspruch nehmen. Er scheitert aber letztlich an der kollektiven List von Susanna, Gräfin und Figaro. So steht es im Schauspiel bei Beaumarchais und auch bei Da Ponte, Mozarts genialem Librettisten, der aus der literarischen Vorlage eines seiner schlüssigsten und realistischsten Libretti geschaffen hat. – Es ist eine Geschichte mit authentischem Bezug zur Zeit Mozarts. Aber der Komponist gestaltet neben der politischen Ebene weit über die sozialen Konflikte der Protagonisten hinaus komplizierte psychologische Vorgänge, die hinter der Fassade legaler Liebesbeziehungen ihre schockierenden Wirkungen und ihre Gültigkeit bis in unsere Tage haben …
Jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung wird es eine Einführung im Kleinen Haus Mitte mit dem Regisseur, Herrn Prof. Andreas Baumann geben (ausgenommen die Premiere).
Besetzung:
GRAF ALMAVIVA (Bariton): Gunyong Na / Henrik Marthold
DIE GRÄFIN, seine Gemahlin (Sopran): Sulki Chung / Eunhye Lim
SUSANNA, deren Kammermädchen (Sopran): Lindsay Funchal / Isabel Jantschek
CHERUBINO, Page des Grafen (Sopran): Elisabeth Auerbach / Bernadette Beckermann / Sarah Kaulbarsch (Mitstudium)
FIGARO, des Grafen Kammerdiener (Bass): Claudius Ehrler / Allen Boxer
MARCELLINA, (Mezzo): Christiane Gänßler / Patricia Osei Kofi
BARTOLO, Arzt aus Sevilla (Bass): Daniel Müller / Xiangnan Yao
BASILIO, Musikmeister der Gräfin (Tenor): Oliver Kaden / Martin Rieck
DON CURZIO, Richter (Tenor): Michael Albrecht / N.N.
ANTONIO, Gärtner des Grafen und Susannas Onkel (Bass): Martin Schicketanz / N.N.
BARBARINA, Antonios Tochter (Sopran): Nora German / Marie Hänsel
CHOR Bauern, Bäuerinnen
Studienleitung Markus Teichler
Orchester der Hochschule für Musik
Musikalische Leitung: Prof. Ekkehard Klemm
Inszenierung: Prof. Andreas Baumann
Bühne und Kostüm: Agathe Mc Queen / HfBK Dresden