Heinrich von Kleist

Autor
wird am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren. Nach der Familientradition tritt er 1792 ins 1. Garderegiment ein und schließt hier mit Fouqué Freundschaft. Er wird 1797 Leutnant, beantragt jedoch 1799 den Abschied, um an der Universität seiner Vaterstadt drei Semester die Fächer Physik, Mathematik, Kulturgeschichte, Naturrecht und Latein zu studieren. Hier verlobt er sich 1800 mit Wilhelmine von Zenge. Zur Vorbereitung auf den preußischen Staatsdienst geht er nach Berlin. 1801 KANTKRISE, GESCHICHTE MEINER SEELE. 1802 Dichterwettstreit um das Thema des ZERBROCHENEN KRUGES. Auflösung der Verlobung. Kleist „flieht“ in die Schweiz, um „ein Bauer zu werden“. 1803 Arbeit an GUISKARD und FAMILIE SCHROFFENSTEIN. 1804/1805 Einstellung in den preußischen Staatsdienst in Altenstein und als Diätar in Königsberg. Beginn der Arbeit an MICHAEL KOHLHAAS. 1807 erscheint DAS ERDBEBEN IN CHILI im Morgenblatt für gebildete Stände unter dem Titel „Jeronimo und Josephe“. Als ihm die Königin Luise aus ihrer Privatschatulle eine Pension auswirft, wandert er 1807 zu Fuß nach Berlin. Als vermeintlichen preußischen Spion verhaften ihn die Franzosen. Während der Gefangenschaft auf dem Fort de Joux arbeitet Kleist an PENTHESILEA. Seine Schwester Ulrike erwirkt die Freilassung. Im Mai erscheint in Dresden AMPHITRYON. Kleist reist über Berlin und Cottbus nach Dresden. Kleist arbeitet am KÄTHCHEN VON HEILBRONN und vollendet PENTHESILEA. 1808 erscheint das erste „Phöbus“-Heft mit Teilabdruck der PENTHESILEA. Dezember: Vollendung der HERRMANNSSCHLACHT. 1809 das letzte „Phöbus“-Heft erscheint mit der Idylle SCHRECKEN IM BADE. Rückkehr nach Berlin. Der Tod der Königin Luise raubt Kleist die Pension. Sein Versuch, sich durch eine neue Zeitschrift, die „Berliner Abendblätter“, eine Position zu schaffen, misslingt. 21. November 1811 Doppelselbstmord mit Henriette Vogel am Ufer des Kleinen Wannsees bei Potsdam.


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