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A Christmas Carol – Ein Weihnachtslied

von Gerold Theobalt nach Charles Dickens | Regie: Holk Freytag | 27. November 2009 | Palais im Großen Garten

Die alljährlich stattfindende Aufführungsserie im Palais im Großen Garten hat mittlerweile über Dresdens Stadtgrenze hin­aus bei Jung und Alt Kultstatus erlangt, scheinen sich doch die Geister der Weihnacht direkt von den verwitterten Wänden des barocken Prachtbaus gelöst zu haben.

„Weihnachten ist Humbug“, grollt dort der Geldverleiher Ebenezer Scrooge, nachdem er seinem Sekretär Cratchit wohl oder übel einen Tag Urlaub gewähren musste, und schließt sich am 24. Dezember in sein Büro ein, um Geld zu zählen. Das ist die einzige Beschäftigung, die ihm sinnvoll scheint. Alle hat er abgewimmelt: seinen Neffen Fred, der ihn zum Weihnachtsessen einladen wollte, zwei Herren von der Wohlfahrt, die ihn um eine Spende für Bedürftige baten, und die Kinder, die vor seiner Tür sangen, um Süßes zu erbetteln. Endlich Ruhe!!!

Aber dann - um Mitternacht, zur Geisterstunde - geschieht das Unerwartet-Schauerliche: Sein verstorbener Kompagnon Marley, beladen mit den rasselnden Ketten seines unchristlichen Lebens, steht plötzlich vor Scrooge und fordert ihn auf, sein Leben zu ändern. Nur dann wird er Ruhe im Grab finden und nicht wie Marley als Gespenst in der Welt umherwandern müssen. Welch eine grausige Aussicht!
Der Schreck sitzt tief, und noch bevor sich Scrooge davon er­holen kann, tauchen die drei Geister der Weihnacht, die Marley ihm verheißen hat, auf und führen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dreimal steht sich Scrooge angstschlotternd selbst gegenüber und muss sich durchringen, sein Leben zu ändern ...

Musikalisch begleitet wird die Inszenierung durch Vokal- und Instrumentalmusik von Henry Purcell, John Dowland und ­Antonio Vivaldi sowie alten englischen Weihnachtsliedern.

Dauer der Aufführung: 2 Stunden (eine Pause)


Besetzung

Philipp Lux (Ebenzer Scrooge), Moritz Löwe (Ebenezer Scrooge als Schüler und junger Mann / Der Geist der zukünftigen Weihnacht / Chor, Volk), Sarah Bonitz (Fanny, Schwester von Ebenezer Scrooge / Chor, Volk), Benjamin Pauquet (Fred, Neffe von Scrooge), Iris Maier (Caroline, Freds Frau / Gesangsquartett), Annett Krause (Lucy, Carolines Schwester / Chor, Volk), Benedikt Kauff (Topper, Lucys Freund / 1. Herr / Sir Adams, Direktor des Internats / 1. Seemann / Chor, Volk), Christian Clauß (2. Herr / Ali Baba / Chor, Volk), Günter Kurze (Bob Cratchit, Buchhalter), Anna-Katharina Muck (Mrs. Cratchit), Milena Michalek (Martha, Cratchits Tochter / Chor, Volk), Franz Horenburg / Julius Schütze (Tiny Tim / Der Mangel), Jürgen Haase (Alter Fezziwig / Ein Lumpensammler / Jacob Marley, Kompagnon von Scrooge), Regina Jeske (Mrs. Fezziwig / Mrs. Dilber, Haushälterin bei Scrooge), Ines Marie Westernströer (Belle, Mrs. Fezziwigs Tochter / Chor, Volk), Oliver John (Dick Wilkins / Chor, Volk), Falk Obermayer (Ein Nachtwächter / Robinson Crusoe / Chor, Volk), Antje Trautmann (Der Geist der vergangenen Weihnacht), Gerhard Hähndel (Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht), Sophia Richter / Corinna Bauer (Die Unwissenheit), Julius Günzel (Chor, Volk / Gesangsquartett), Christoph Beyer (2. Seemann / Chor, Volk / Gesangsquartett), Valentin Richter / Arne Horn (Peter), Albertine Selunka, Juliane Wiese, Robert Müller (Chor, Volk), Anne Hanke (Chor, Volk / Gesangsquartett), Franziska Ernst / Anne Hanke (Chor, Volk / Gesangsquartett), Thomas Mahn / Eckehard Mayer (am Harmonium/Piano), Maria Berge / Kristina Kato (an der Violine), Uta Büchner / Margret Vetter (am Cello)


Bühne Johannes Köhler
Bühne und Kostüme Ivonne Storm
Kostüme Wolf Münzner
Musikalische Leitung Thomas Mahn, Eckehard Mayer
Musikalische Einrichtung Otto Beatus
Dramaturgie Beate Seidel