Al Andaluz Project 2012 „Abuab Al Andalus“
Drei Stimmen. Drei Kulturen. Drei Religionen. | 18. März 2012 | Kleines Haus 1, Musik zwischen den Welten
präsentiert von der Konzert- und Theateragentur Andreas Grosse
Aus Marokko:
IMAN AL KANDOUSSI Gesang
AZIZ SAMSAOUI Quanun
Aus Spanien:
MARA ARANDA Gesang
JOTA MARTINEZ Nyckelharpa / Citola
Aus Deutschland:
SIGRID HAUSEN Gesang
MICHAEL POPP Gesang / Ud / Saz / Tar / Fidel Dilruba / Lafta
ERNST SCHWINDL Nyckelharpa / Harmonium / Portativ
SASCHA GOTOWTSCHIKOW Percussion
Das tri-nationale Al Andaluz Project entstand durch das Zusammentreffen der deutschen Band „Estampie“ mit den spanischen und marokkanischen Musikern von „Aman Aman“ und „L'Ham de Foc“, die im November 2005 ein Konzert in München gaben. Eine Begegnung mit Folgen: Bereits ein Jahr danach präsentierte die grenzüberschreitende Formation ihre zeitgemäßen, lebendigen Interpretationen traditioneller jüdisch-sephardischer, arabischer und christlicher Musik bei den Landshuter Hofmusiktagen und veröffentlichte 2007 das erste Album „Deus Et Diabolus“ sowie drei später das zweite Album „Al-Maraya“.
„Al Andaluz“ ist der Name, mit dem die Menschen zum Ende des 1. Jahrtausends nach Christus die iberische Halbinsel bedachten. Das maurisch regierte Spanien war damals weithin bekannt für Toleranz, Gelehrsamkeit, Wohlstand, Handel und blühendes Kunstschaffen. Menschen muslimischer, jüdischer und christlicher Religion lebten hier miteinander und beeinflussten sich gegenseitig. Am Hof von Kastilien versammelten sich Dichter, Künstler, Musiker; über Konfessionsgrenzen hinweg wurde nach philosophischer, wissenschaftlicher und religiöser Wahrheit gesucht. Vielfalt wurden nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung des Lebens gesehen. Im 11. Jahrhundert war Toledo die intellektuelle Hauptstadt Europas; eine christliche Stadt, in der Arabisch die Sprache der Kultur und Gelehrsamkeit blieb. Von dort erhielt der Rest Europas Zugang zu den Werken der Antike.
In der Musik des Al Andaluz Project begegnen sich diese drei bestimmenden Kulturen des Mittelalters nun wieder, präsentiert und geprägt von drei herausragenden Stimmen und zahlreichen mittelalterlichen und mediterranen Instrumenten.