Max Frisch
wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er nach dem Tod seines Vaters 1933 aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Ab 1936 konnte er mit finanzieller Hilfe eines Jugendfreundes Architektur studieren, und arbeitete – neben seinem Kriegsdienst als Kannonier – ab 1943 im eigenem Architektur-Büro, dass er bis 1955 behielt. Nach ersten Prosa-Veröffentlichungen ab 1934 und mehreren Theaterstücken erschien 1950 „Das Tagebuch 1946 – 1949“ als erstes Werk im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Sein Roman „Homo Faber“ von 1957 wurde zu einem Bestseller. 1958 erhielt Frisch den „Georg-Büchner-Preis“ der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Viele internationale Preise folgten. Wiederkehrende Amerika-Aufenthalte, Bekanntschaften und enge Freundschaften mit Autoren – wie Bertolt Brecht, Uwe Johnson, Günter Grass, Peter Bichsel und Ingeborg Bachmann. Schon zu Lebzeiten (1979) Gründung des Max-Frisch-Archivs an der ETH Zürich. Max Frisch starb am 4. April 1991, mitten in den Vorbereitungen zu seinem 80. Geburtstag. Er gilt als prägender Autor der deutschsprachigen Literatur nach 1945. „Du hast Epoche gemacht durch etwas zugleich Unauffälliges und Fundamentales: ein neues Ethos (und Pathos) des Versuchs.“, hat ihm Adolf Muschg zum 70. Geburtstag gesagt.