Tanzplattform Deutschland
23. bis 26. Februar 2012
Eine Veranstaltung von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden
Die TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND ist das bedeutendste Schaufenster des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland, eine Bestandsaufnahme aktueller Strömungen und innovativer Tendenzen der deutschen Freien Tanzszene. Sie findet alle 2 Jahre in wechselnden Städten statt.
Diese Ausgabe der Tanzplattform ist eine Veranstaltung von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden.
Im Schauspielhaus
Die Choreografin Sasha Waltz ist eine der derzeit bedeutendsten Choreografinnen Deutschlands. Zu ihren bekanntesten Arbeiten gehören „Allee der Kosmonauten“, „Körper“ sowie die choreografischen Opern „Dido & Aneas“ und „Matzukaze“. Vier Jahre lang war sie im künstlerischen Leitungsteam Berliner Schaubühne. Sie ist für ihre Arbeit bereits vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz. Ihre aktuelle Choreografie Métamorphoses setzt sich aus sechs Miniaturen zusammen, die sie im Dialog mit der Architektur des Neuen Museums Berlin und in Zusammenarbeit mit dem Berliner Solistenensemble Kaleidoskop entwickelt hat. Zu zeitgenössischer Musik schaffen die Tänzer atemberaubend dichte Szenen von Nähe und Distanz, Harmonie und Spannung. Erstmals übernimmt courage – Dresdner Ensemble für zeitgenössische Musik unter der Leitung von Titus Engel die musikalische Ausgestaltung der Kompositionen von Iannis Xenakis, Georg Friedrich Haas, Ruth Wiesenfeld und György Ligeti.
Im Kleinen Haus
Eine flauschige Variante des whitecube aus weißem Flokati ist der Schauplatz für Cover Up. Die Tänzer und Choreografen Ioannis Mandafounis, Fabrice Mazliah und May Zarhy (MAMAZA) entwickeln in ihren Arbeiten choreografische Räume, die das Spannungsverhältnis von Bild, physischem Bild, physischer und visueller Empfindung in den Mittelpunkt stellen.
Der deutsche RAF-Terrorist Andreas Baader war ein Meister der Selbstinszenierung. Seine Ideologie der Instrumentalisierung des Körpers als „heiligste Waffe des Revolutionärs“ (Andreas Baader) macht Baaders Person in Baader – Choreografie einer Radikalisierung von Christoph Winkler zum spannenden Sujet tänzerischer Auseinandersetzung.
In ihrer Produktion Revolver besorgen erkundet Helena Waldmann das Vergessen als eine positiv befreiende Fähigkeit des menschlichen Gehirns. In Zusammenarbeit mit der Tänzerin Brit Rodemund ist ein groteskes, berührendes, aber auch heiter-humorvolles Tanzstück gelungen.
Tremor, der (lat. ‚tremere‘, ‚zittern‘): „Das unwillkürliche, sich rhythmisch wiederholende Zusammenziehen einander entgegenwirkender Muskelgruppen.“ In Tremor abstrahiert Sebastian Matthias Bewegungen wie Zucken, Schwingen oder Ruhen und untersucht sie auf ihre sinnliche und körperliche Wirkung.
„Wer bin ich?“ „Wer weiß es?“ In ihrem Stück TIM ACY stellt sich Antje Pfundtner diesen Fragen mit viel Selbstironie.
Alle Veranstaltungen unter www.tanzplattform2012.de