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Schauspiel von Lutz Hübner | Mitarbeit: Sarah Nemitz | Regie: Barbara Bürk | Uraufführung am 6. Oktober 2012 | Schauspielhaus

An einem gewöhnlichen Samstagabend kommt es zu Begegnungen zwischen Fremden und Freunden: Ein Ehepaar lädt Bekannte zum Wein, eine Mäzenin empfängt die Gäste ihrer exklusiven Soirée, und eine Pressekonferenz anlässlich eines Pflegeskandals im Altenheim wird anberaumt.
Diese zunächst völlig alltäglichen Situationen geraten auf die eine oder andere Weise gänzlich aus dem Ruder. Eine harmlose Konversation schlägt um und wird zum Konflikt: Die Gastgeberin des weinseligen Abends zu viert stellt auf einmal ihre Ehe infrage, weil das Gespräch über erotische Spielarten und die individuelle Freiheit zu viel Unausgesprochenes offenlegt. Der erfolglose Schauspieler, der eben noch auf der Soirée Gedichte rezitierte, wird derart gedemütigt, dass er flieht, um in der nächtlichen Stadt ein Abenteuer zu suchen. Die couragierte ­Altenpflegerin, die einen Skandal an die Öffentlichkeit bringen will, wartet vergeblich auf die Presse und lässt sich schließlich überzeugen, auf eigene Faust ihr Recht einzufordern.

Lutz Hübners neues Stück erzählt von den Momenten im Leben, in denen alles schief läuft und es einfach nicht gelingen will, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. Seine Figuren streiten und trinken, straucheln und hoffen – in den Stunden zwischen Tag und Traum begegnen sie einander in immer neuen Konstellationen, aus denen wieder neue Geschichten entstehen.


Dauer der Aufführung: 1 ¾ Stunden, keine Pause

Besetzung:

Gerald, Personalschef, verheiratet mit Monika: Holger Hübner
Monika, Hausfrau: Anna-Katharina Muck
Andreas, Augenarzt: Tom Quaas
Judith, Reisekauffrau: Karina Plachetka
Sibylla, Mäzenin, verheiratet mit Edgar: Hannelore Koch
Edgar, Richter i.R.: Albrecht Goette
Richard, Journalist: Holger Hübner
Hanno, Sprecher: Christian Erdmann
Bine, Altenpflegerin, Mutter von Tim: Hannelore Koch
Tim, Schreiner: Benjamin Pauquet
Karl, Gewerkschafter i.R.: Albrecht Goette
Luise, Praktikantin: Ines Marie Westernströer
Der Musiker: Sven Kaiser
Ein Passant: Thomas Mende / Andreas-Christoph Müller

Regie Barbara Bürk
Bühne Anke Grot
Kostüm Irène Favre de Lucascaz
Musik Sven Kaiser
Licht Jürgen Borsdorf
Dramaturgie Luise Mundhenke