von Fjodor Dostojewski | Eine szenische Lesung | Kleines Haus 3 „Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind, lieber Leser.“ beginnt Fjodor Dostojewski seine berühmte Erzählung. In dieser wundersamen, hellen Nacht führt der Zufall zwei einsame Gestalten zusammen: den Erzähler, einen „halbkranken Städter“ und zurückgezogenen Träumer, und die junge, naive Nastenka, die verzweifelt die Rückkehr ihres Geliebten erwartet. Aus der zufälligen Begegnung entspinnt sich rasch eine schüchtern tastende Zuneigung zwischen den beiden lebensfremden Eigenbrödlern. Keiner von ihnen will sich die unverhofft geknüpften zwischenmenschlichen Bande sofort wieder entgleiten lassen und so schütten sie einander, erfüllt von stürmisch-naivem Vertrauen, ihre Herzen aus. In vier aufeinanderfolgenden Nächten finden sie Trost und Verständnis, Nähe und Zuflucht in ihren zarten Gesprächen. Doch ihre Sehnsucht kann der Realität nicht standhalten …
Sebastian Wendelin, Ines Marie Westernströer
Einrichtung David Lenard, Julia Elisabeth Beyer, Luise Mundhenke