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Und in den Nächten liegen wir stummAuf Facebook teilen

von Thomas Freyer | Regie: Tilmann Köhler | Dresden-Premiere am 17. Dezember 2009 | Kleines Haus 2

Die Geschwister Robert und Marlen leben seit langem ohne ihre Mutter. Sie ist eines Tages verschwunden und nicht zurückgekehrt. Der Vater ist verstummt, Marlen hat sich seitdem in ihrem Zimmer verbarrikadiert. Robert versucht, einfach weiterzumachen. Er stellt seiner Schwester regelmäßig Essen hin und verkauft nach und nach alle Möbel der Wohnung, um zu überleben. Auch Mara und Jakob haben kaum noch Berührungspunkte mit ihren Eltern. Die Mutter hat sich einer Art Sekte angeschlossen, der Vater schläft immer öfter bei anderen Frauen. Während Jakob nachts durch die Straßen streift, schläft Mara in den Kellern des Viertels mit fremden Jungen. Die Welt der vier, die gerade keine Kinder mehr sind, ist feindlich, kalt und roh, ein Ausweg besteht scheinbar nur in der Flucht nach innen. Doch als Mara Roberts Nähe sucht, entwickelt sich eine zarte Liebe.
 
Thomas Freyer erhielt 2006 den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft des BDI. Im Rahmen dessen ist sein drittes Stück „Und in den Nächten liegen wir stumm“ für das Schauspiel Hannover entstanden. Freyer erzählt von jungen Menschen, die in einer Gesellschaft ohne Solidarität und Rücksicht zunehmend die Orientierung verlieren.
Regie führte der Hausregisseur des Staatsschauspiels Dresden, Tilmann Köhler, den eine lange Zusammenarbeit mit dem Autor verbindet. Er inszenierte bereits die Uraufführung von Freyers mehrfach ausgezeichnetem Erstling „Amoklauf mein Kinderspiel“ am Theater in Weimar, sowie u. a. Bruckners „Krankheit der Jugend“, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2007 und zuletzt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ am Staatsschauspiel Dresden.

Besetzung:

Mara: Mila Dargies
Jakob: Christoph Franken
Robert: Sascha Göpel
Marlen: Svenja Wasser
am Cello: Sabine Grüner

Regie Tilmann Köhler
Bühne Karoly Risz
Kostüm Susanne Uhl
Musik Jörg-Martin Wagner
Licht Andreas Barkleit
Dramaturgie Beret Evensen