Zariza Gitara „Pashe Yagorya“
CD-Release-Konzert | Russische Zigeunermusik | 14. November 2010 | Kleines Haus 1, Musik zwischen den Welten
präsentiert von der Konzert- und Theateragentur Andreas Grosse
Valeriya Shishkova: Gesang
Olesia Völk: Gesang
Sascha Bersutzky: Violine
Michael Lindner: Gitarre
Als Gäste:
Alexander Siegbaum: Violine
Eckart Poser: Gitarre
ZARIZA ist ein russisches Wort, welches Einklang in die Sprache der Zigeuner gefunden hat. Zariza, so wurde eine begehrenswerte, ebenso stolze wie schöne, Zigeunerfrau genannt, eine, bei der die Männer zur Gitarre griffen und wehmütig sangen: „Hej, Zariza, schau mich an, höre, wie mein Herz schlägt, wenn Du vorbei gehst ...“
ZARIZA GITARA spielen Zigeunermusik aus Russland, dem Land, durch das das fahrende Volk seit Jahrhunderten zieht. Mit den Zigeunern ziehen ihre Lieder und Tänze, ihre Sorgen und Wünsche, ihre Verzweiflung und ihre Hoffnung. Wie kaum eine andere Musik bringen die Lieder der russischen Zigeuner den übergroßen Reichtum der menschlichen Seele zum Ausdruck. Ursprünglich und bildhaft ist diese Musik, verhalten beginnen die Lieder, um sich dann zu steigern, anzuschwellen und immer schneller zu werden bis hin zum leidenschaftlichen Finale. Schmerzvolles Leid und übergroße Lebensfreude sind da so dicht verwoben wie auch Lachen und Weinen im Leben eines Menschen.
Großartige Interpreten sind die russischen Zigeuner. Und begeisterte Sammler: Von all den Gegenden, die sie durchqueren, nehmen sie Ideen mit, Harmonien und Melodien, vermischen diese mit ihren eigenen und schaffen so eine eigene, lokal unterscheidbare Kultur. Ihre Lieder bleiben, auch wenn die Menschen weiterziehen. Kaum vorstellbar sind ihre Tänze und Lieder ohne das nächtliche Lagerfeuer. Das Feuer ist nicht nur da, um die Musizierenden zu wärmen und das Essen vorzubereiten, nein, das Feuer lebt mit, es wird Teil der großen Feier, es wird Zeuge der beglückenden Liebe oder des verzweifelten Kummers, so, wie er sich im Lied manifestiert. Ein Zigeunerlied ohne Gefühle ist undenkbar. Ein Musiker beschreibt es so: „Früher gab man für ein Lied seine Seele, ja selbst sein Leben. Beim Singen vergaß man alles, selbst die Erde und den Himmel. So waren die Lieder früher. Und auch die Menschen!“
Heute stellen die Musiker von ZARIZA GITARA die Lieder ihrer neuen CD „Pashe Yagorya. Mit den Augen des Feuers“ vor. Stolz und Schönheit, gepaart mit mitreißender und sinnlicher Lebensfreude, prägt die Lieder dieses internationalen Ensembles. Und das Feuer ist in ihnen, ist Zeuge der Schönheit ihrer Interpretationen, die Traditionelles mit Heutigem verbindet.
Internet:www.zariza-gitara.info