kainkollektiv (Fabian Lettow und Mirjam Schmuck)

Fabian Lettow

Geboren 1978 in Essen, arbeitet seit 2005 als Autor, Regisseur, Dramaturg und Theaterwissenschaftler. Er studierte Geschichte, Theaterwissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum und in Coventry, England. Von 2006 bis 2010 arbeitete Fabian Lettow als Dramaturg am Schlosstheater Moers. Er ist Mitbegründer von kainkollektiv und schreibt und inszeniert in dessen Rahmen eigene doku-fiktionale Texte und Szenarien, die häufig auf thematischen und ortsspezifischen Recherchen beruhen. Stammorte seiner Theaterarbeit sind der Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim, das Forum Freies Theater Düsseldorf, das Schauspiel Dortmund, das Schlosstheater Moers und derzeit auch das Schauspielhaus Bochum. Darüber hinaus entwickelte er in den letzten Produktionen eine Reihe internationaler Arbeiten (in Polen, Kamerun, Kroatien), die z.T. auch in anderen Sprachen aufgeführt wurden und für die er die Übersetzungen (mit) verantwortete, darunter Inszenierungen in polnischer, französischer und englischer Sprache. Seine Theaterarbeit, die im Sinne der kainkollektiv-Arbeitsweise stets in Korrespondenz und Kollaboration mit unterschiedlichen Künsten, Künstlern, Orten und Medien sowie im Aufsuchen und Weiterspinnen von Spuren, Narrativen und Hinterlassenschaften der jeweiligen Geschichten und Geografien der Projektkontexte entsteht, versteht er als ein Theater der Zeitgenossenschaft. Fabian Lettow lebt in Bochum.

Miriam Schmuck

Jahrgang 1984, arbeitet seit 2005 als Regisseurin, Dramaturgin, Musikerin und musikalische Leiterin in Theaterproduktionen in Mülheim, Bochum, Dortmund, Moers, Stuttgart, Köln (zusammen mit Anna Viebrock und Händl Klaus), Varaždin und Krakau. In mehreren Produktionen stand sie als Performerin und Pianistin auf der Bühne. Nach dem Abitur studierte sie Theaterwissenschaft und Komparatistik an der Ruhr-Universität Bochum und der Université Charles-de-Gaulle in Lille. In Bochum leitete sie Seminare zu Marguerite Duras und zum zeitgenössischen Musiktheater. Ihre Theater-Arbeiten entwickelt sie im Spannungsfeld verschiedener musikalischer Stile und im Dialog mit zeitgenössischen sowie klassischen Musikern, Sängern, Komponisten, Elektro-Sound- und Hörspielkünstlern. Sie entwirft und spielt z. T. selbst die musikalischen Konzeptionen und Arrangements der kainkollektiv-Inszenierungen, inszenierte eine Kinderoper an der Dortmunder Oper und entwickelte jüngst zusammen mit dem kroatischen vrum performance arts collective die zeitgenössische Barock-Oper No Logo Opera (Ringlokschuppen Ruhr, FFT Düsseldorf, HNK Varazdin, Perforacije Festival Zagreb) und die Musiktheater-Installation 54. STADT – IM WESTEN NEUES“ im Ringlokschuppen Ruhr. Ihre theatrale Suche gilt den Möglichkeiten zeitgenössischen Musiktheaters, die sie als OPERationen FÜR ZEITGENOSSEN beschreibt. Mirjam Schmuck lebt in Bochum.
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