#Stop­Executions­InIran

Schauspieler Hossein Mohammadi ist wegen seiner Proteste gegen das Regime im Iran von der Todesstrafe bedroht

Der Schauspieler Hossein Mohammadi ist wegen seiner Proteste gegen das Regime im Iran von der Todesstrafe bedroht. Das teilten Mina Salehpour, gebürtige Iranerin und von 2017 bis 2020 Hausregisseurin am Staatschauspiel Dresden, und mehrere Twitteraccounts mit.
„Das Vorgehen des Regimes in Teheran gegen die Protestbewegung ist unerträglich“, so Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden. „Hier werden Menschen mit dem Tod bedroht, weil sie ihre Meinung auf die Straße tragen und von einem Menschenrecht Gebrauch machen.“
Der 26-jährige Mohammadi war am 5. November 2022 verhaftet worden und ist, wie der Journalist Omid Memarian auf Twitter bekannt gab, mit vier anderen Protestierenden von einem Gericht in Karaj zur Hinrichtung verurteilt worden.
Am 8. Dezember 2022 berichteten Medien wie die Deutsche Welle von einer ersten Hinrichtung in Zusammenhang mit den Protesten. Der 23-jährige Mohsen Shekar war Anfang November dafür verurteilt worden, im September den Sattar Khan Boulevard in Tehran blockiert und einen Sicherheitsmitarbeiter mit einem Messer verletzt zu haben.
Ausgelöst vom Tod der kurdischen Iranerin Mahsa Jina Amini in Polizeigewahrsam am 15. September 2022 dauern die Proteste von Bürger*innen gegen die iranische Regierung seither an.

Wir erklären unsere Solidarität mit unserem Kollegen Hossein Mohammadi und allen Protestierenden in Iran.

Das vom Internationalen Theaterinstitut (ITI) ins Leben gerufene Action Committee for Artist Rights (ACAR) veröffentlicht eine fortlaufende Liste mit Theaterschaffenden, die nach Protesten gegen das islamistische Regime im Iran inhaftiert wurden. Auf der Liste befinden sich neben dem zum Tode verurteilten Schauspieler Hossein Mohammadi aktuell 39 weitere Theaterkünstler*innen.

Hier gelangen Sie zur Liste.