03.–13.10.2019 › Sächsische Staatstheater
Themenwoche

30 Jahre Friedliche Revolution

Veranstaltungsreihe der Sächsischen Staatstheater
Handlung
Die Ereignisse vom Herbst 1989 haben die Geschichte nicht nur in unserem Land nachhaltig geprägt. In Dresden kulminierten die Auseinandersetzungen zwischen Staatsgewalt und Bevölkerung am 4. Oktober, als die Züge mit den Ausreisenden aus der Prager Botschaft durch die Stadt geleitet wurden. Dass die Gewalt dieses Tages in eine friedliche Wende überführt werden konnte, ist dem Handeln vieler Beteiligter zu verdanken. Auch die Beschäftigten der Sächsischen Staatstheater gehörten dazu. Am 6. Oktober 1989 treten nach der Vorstellung SPIEL’S NOCH MAL, SAM im Kleinen Haus das Ensemble und viele Mitglieder des Staatsschauspiels Dresden vor das Publikum und verlesen eine Resolution, die mit den Worten beginnt: „Wir treten aus unseren Rollen heraus“. Damit gehen die Theaterschaffenden einen Schritt über die Inszenierung kritischer Zeitstücke hinaus, sie werden zu politischen Akteuren, organisieren Demonstrationen und formieren so eine kritische Öffentlichkeit innerhalb der DDR. Bereits im April 1989 war dies in einer Inszenierung am Staatsschauspiel vorweggenommen: Christoph Heins Stück DIE RITTER DER TAFELRUNDE in der Inszenierung von Klaus Dieter Kirst zeigte recht unverschlüsselt den Zusammenbruch innerhalb der Führungselite, der die alten Ideale abhandengekommen waren. Mit einer Ausstellung und einem Symposium, veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden und dem Dresdner Geschichtsverein e. V., sowie zahlreichen Veranstaltungen erinnern die Sächsischen Staatstheater an diese Geschehnisse und fragen nach den heutigen Anforderungen an die Beteiligung am öffentlichen Diskurs.