30.11.2018 › Schauspielhaus

Christoph Hein liest aus „Verwirrnis“

Lesung
Handlung
Friedeward liebt Wolfgang. Und Wolfgang liebt Friedeward. Sie sind jung, genießen die Sommerferien, fahren mit dem Fahrrad die weite Strecke ans Meer, und reden stundenlang über Gott und die Welt. Sie sind glücklich, wenn sie zusammen sind, und das scheint ihnen alles zu sein, was sie brauchen. Doch keiner darf wissen, dass sie mehr sind als beste Freunde. Es sind die 1950er-Jahre, sie leben im katholischen Heiligenstadt, und für die Menschen um sie herum, besonders für Friedewards strenggläubigen Vater, ist ihre Liebe eine Sünde. Käme ihre Beziehung ans Licht, könnten sie alles verlieren. Als sie zum Studium nach Leipzig gehen – Friedeward studiert Germanistik, Wolfgang  Musik –, finden sie dort eine Welt gefeierter Intellektueller, alles flirrt geradezu vor lebendigem Geist. Und sie lernen Jacqueline kennen, die ihnen gesteht, dass sie eine heimliche Beziehung zu einer Dozentin hat. Zu viert besuchen sie die legendären Vorlesungen im Hörsaal vierzig, gehen ins Theater, tauchen gemeinsam ein ins geistige Leben der Stadt.Und da reift in den drei Freunden der Plan: Wäre es nicht die perfekte ‚Tarnung‘, wenn einer von ihnen Jacqueline zum Schein heiraten würde?

In seinem neuen Roman erzählt der große deutsche Chronist Christoph Hein bewegend von einer Liebe, die über Jahre hinweg allen Widrigkeiten trotzt – und zeichnet zugleich ein lebendiges Panorama deutschen Geisteslebens.

Im Anschluss Signierstunde

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Nächste Termine
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Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Zu Gast
30
Fr
Nov
19.30 Uhr
Schauspielhaus
Lesung
Im Anschluss Signierstunde
Preis: 14 €
Pressestimmen
„Christoph Hein, einer der scharfsinnigsten Chronisten der deutschen Gegenwartsliteratur führt in seinem neuen Roman Verwirrnis direkt in diese bedrückende Ära und erzählt die ebenso spannende wie bewegende Geschichte seines Protagonisten Friedeward Ringeling.“
Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel
„Über das Geschrei und das Gefuchtel der Moral hat Christoph Hein einen großartig leisen Roman geschrieben.“
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
„Auch das neue, vergleichsweise kompakte Buch Verwirrnis ist erzählerisch und lebensvoll bis ins Beschwingte.“
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
„Bis zuletzt ist die Verwirrnis, die der Roman vorführt, voll von überraschenden Wendungen, die den Leser einfangen, ohne ihn gefangen zu nehmen. ... Ein psycho-sozialer Roman, den man klüger verlässt.“
Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung
„Hein erzählt diese Geschichte der großen Gefühle in aller Nüchternheit – unaufdringlich, aber immer präsent: Das ist seine Stärke.“
Jörg Magenau, Deutschlandfunk Kultur
„Christoph Heins Roman über Liebe, Schweigen und Schuld als Geschcihte darüber, was möglich ist – und was nicht.“
Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung
„Das alles ist in einem so akkuraten wie dezenten Stil erzählt, als habe sich die Sprache den besorgt-brillanten Manieren ihres Protagonisten anverwandelt.“
Harald Jähner, Berliner Zeitung