Uraufführung 15.06.2019 › Kleines Haus 1

Die Firma

von Árpád Schilling und Mátyás Dunajcsik
in der Übersetzung von Anna Lengyel
Handlung
„Theater kreiert eine Bewegung, es ärgert, provoziert, stellt unbequeme Fragen, propagiert die Freiheit schon allein, indem es sich traut, frei zu sprechen.“
 
Ostdeutschland und Ungarn verbinden mehr als vier Jahrzehnte „Ostblock-Erfahrung“, wobei das südlich gelegene Land mit der weltoffeneren Hauptstadt und dem besonderen Flair am Plattensee für viele Menschen in der DDR immer auch als Sehnsuchtsort diente. Im August 1989 öffnete Ungarn seine Grenze zu Österreich; mit einem Mal wurde aus dem Urlaubs­versprechen „Und nächstes Jahr am Balaton“ (so lautete der Titel eines äußerst erfolgreichen DDR-Films) eine Verabredung zur Republikflucht. – Was verbindet (Ost-)Deutsche und Ungarn heute? Teilen sie angesichts von Migration und Globalisierung die gleichen Ängste? Erwachsen ihnen aus der gemeinsamen Geschichte vergleichbare Vorstellungen eines selbstverantworteten Lebens? Und nehmen die politischen Entwicklungen in Ungarn seit 2010 nur vorweg, was sich nun auch in Deutschland vollzieht?
Vor dem Beginn der Proben in Dresden wird Árpád Schilling gemeinsam mit den Spieler*innen eine längere Recherchephase absolvieren, um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. Sie dienen als Basis für Text, Inszenierung und den zukünftigen Dialog mit den Zuschauern.
Besetzung
Ausstattung
N.N.
Komposition
Dramaturgie
Produktionsmanagement
Dolmetscherin
Sandra Rétháti