Premiere 02.06.2022 › Schauspielhaus

Eine neue Romanadaption

Handlung
Nach dem achtstündigen Livestream von Fernando Pessoas DAS BUCH DER UNRUHE, gespielt und gesendet aus dem Lichthof im Albertinum, kehrt Sebastian Hartmann mit einer neuen Inszenierung ins Schauspielhaus zurück. Mit DAS BUCH DER UNRUHE hat Sebastian Hartmann im Format des Livestreams neue Maßstäbe gesetzt. So wurde in den nächtlichen Aufführungen einer der architektonisch herausragendsten Orte Dresdens zur Bühne für eine neue Form der Theaterproduktion, wie sie in diesem Ausmaß und mit dieser digitalen Technologie noch nicht stattgefunden hatte. Pessoas BUCH DER UNRUHE, geschrieben als tagebuchartige Notizen und Reflexionen, bot dafür eine ideale literarische Vorlage.
Zuvor hatte Sebastian Hartmann in seinen Dostojewski-Adaptionen im ­Schauspielhaus die epische Breite der literarischen Vorlagen auf ihren essenziellen Kern reduziert, die narrativen Verknüpfungen aufgelöst und in der Adaption neu zusammengesetzt. Das Besondere an diesen theatralen Adaptionen war, dass die Inszenierungen nur in wesentlichen Eckpunkten fixiert waren, sich das Spielensemble in jeder Aufführung frei innerhalb dieser Eckpunkte bewegen konnte. Die Lebendigkeit des Probierens und Spielens wurde so in jeder Aufführung immer wieder neu erlebbar. Diesem prozesshaften Arbeiten an der Aufführung geht eine umfangreiche, gemeinsame Auseinandersetzung mit der literarischen Vorlage voraus. Diese intensive und offene Methode wird auch in der neuen Inszenierung von Sebastian Hartmann zu erleben sein. Nach der Arbeit an den epochalen, fragmentarischen Texten von Fernando Pessoa richtet sich der Blick von Sebastian Hartmann und seinem Team nun wieder auf einen großen Roman.
Besetzung
Regien und Bühne
Dramaturgie