31.10.2018 › Schauspielhaus

Robert Menasse liest aus „Die Hauptstadt“

Der große europäische Roman
Lesung
Handlung
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen -  „zu den Akten legen“ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar.
In seinem großen europäischen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.

Im Anschluss Signierstunde

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Nächste Termine
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Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Zu Gast
31
Mi
Okt
19.30 Uhr
Schauspielhaus
Der große europäische Roman
Lesung
Im Anschluss Signierstunde
Preis: 16 € bis 19 €
Pressestimmen
„Eine grandiose ... Liebeserklärung an Europa und gleichzeitig eine blendend recherchierte Innenansicht über die Arbeit der Europäischen Kommission.“
Denis Scheck, Der Tagesspiegel
„… ein großer Wurf.“
Philipp Haibach, DIE WELT
„Ein Coup – denn bislang hat noch kein Schriftsteller von Rang versucht, herauszufinden, ob die europäische Bürokratie literaturfähig ist. … Menasse bietet uns mit seinem Roman Die Hauptstadt ein Lesevergnügen …“
Carsten Otte, taz. die tageszeitung
„Die Schilderung des Brüsseler Beamtenmilieus bereitet keine Schwierigkeiten, im Gegenteil: Sie gelingt ungemein.“
Jochen Hieber, Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Robert Menasses großer EU-Roman ist ein leidenschaftliches Plädoyer …“
Harald Jähner, Frankfurter Rundschau
„Robert Menasse balanciert in Die Hauptstadt auf einem Hochseil, das zwischen Krimi und Gesellschaftsroman gespannt ist …“
Süddeutsche Zeitung
„Schriftsteller wie Robert Menasse müssten deutlicher Gehör finden und Politiker endlich wieder eine Brücke zu den Intellektuellen schlagen.“
Björn Hayer, SPIEGEL ONLINE
„Menasse entwickelt eine raffiniert gebaute Geschichte, in der nichts dem Zufall überlassen ist.“
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
„Das ist ein elegant geschriebener, fabelhaft gebauter, pointen- und gedankenreicher Roman.“
DIE ZEIT, Andreas Isenschmid
„Jedes Element für sich ist relevant, unzweifelhaft auch literarisch gelungen.“
Ursula März, Deutschlandfunk Kultur
Kurzbiografie
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u. a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.