Uraufführung 15.09.2019 › Kleines Haus 3

Schuldenmädchen-Report

mit Frauen, die angeblich etwas „schuldig“ geblieben sind
von Vanessa Stern
FOTO Sebastian Hoppe
Handlung
Schon mit dem ersten Atemzug sind wir anderen etwas schuldig – ein Blinzeln, ein Lebenszeichen … Wir schulden anderen Antworten oder Dank oder wenigstens Aufmerksamkeit. Und früher oder später im Leben schulden wir Leuten Geld. Alles wird in der Perspektive des Tausches bemessen: ein Geben und Nehmen, eine Hand wäscht die andere. Wer nicht zurückgibt, wer Rechnungen nicht auf Zinseszins begleicht, der unterbricht den Tausch und stellt sich außerhalb der Gesellschaft. Tja – Pech! Andererseits: Gesellschaften ohne Schuldenerlass werden irgendwann zusammenbrechen.
Vor allem Frauen wird in unserer Kultur nahegelegt, dass sie etwas ‚schuldig‘ sind. Aber warum stehen sie eigentlich in der Kreide? Was genau sind sie schuldig, auf welche Weise und wem? Welche Alternativen zur Schulden- und Schuldigkeitsfalle bieten sich an?
Die SCHULMÄDCHEN-REPORTE aus den 1970er Jahren galten mit mehr als 100 Millionen Zuschauer*innen als die erfolgreichste deutsche Kinoproduktion aller Zeiten. An diesen Erfolg möchte Vanessa Stern mit Dresdner Schuldenmädchen jeden Alters gern anknüpfen – wenn auch nicht ganz im Sinne der damaligen Erfinder. Mit den Schulmädchen wollte man Kasse machen; die ‚Schuldenmädchen‘ aber werden auf ihre Gläubiger pfeifen.
Besetzung
Bühne und Kostüme
Mit
Julia-Marie Beier, Mechthild Hippler, Luise Kropp, Ruth Mader, Wilma Moneta, Malinka Süßkind