Premiere 23.03.2019 › Schauspielhaus

Tod eines Handlungsreisenden

von Arthur Miller
Deutsch von Volker Schlöndorff und Florian Hopf
Handlung
Er hat sein Leben lang gearbeitet, für den Erfolg, für die Familie, um das Haus abzuzahlen und stetig weiter zu kommen. Er lebte am Puls der Zeit und die Versprechen des Kapitalismus’ waren für ihn greifbar.
Jetzt ist er über 60 und will es langsam ruhiger angehen lassen, nicht mehr so viel geschäftlich übers Land fahren. Aber die Bitte bei seinem Chef, vor Ort eine Stelle antreten zu können, wird nicht nur abgelehnt, er wird gleich ganz gekündigt. Er gehört zum alten Eisen, erwirtschaftet schon lange nicht mehr, was seine jüngeren Kollegen einbringen und muss seinen Platz räumen.
Nun steckt er alle Hoffnung in seine Söhne. Die können was und sind tolle Männer, haben Erfolg, sind angesehen, machen Karriere und werden ihn im Alter unterstützen. Aber auch das ist eine Seifenblase, die zerplatzt.
Er, das ist Willy Loman, Arthur Millers berühmteste Theaterfigur, der am amerikanischen Traum zugrunde geht, mehr in einer Scheinwelt als in der Realität lebt und dadurch seine Familie und schließlich sein Leben verliert. „Das Problem ist: Wir haben nicht gelernt, hinterm Geld herzusein. Ich kann das einfach nicht.“, sagt Biff, sein Sohn. Die blühenden Landschaften, die Willy Loman und seiner Familie versprochen wurden, sind für sie nicht erreichbar. Das Leben als ständiger Konkurrenzkampf nicht aushaltbar.
Besetzung
Willy Loman
Linda, Lomans Frau
Biff, Lomans Sohn
Happy, Lomans Sohn
Charlie
Bernard
Ben, Bernards Bruder
Eine Frau / Howard / Miss Forsythe