02.03.+03.03.2019 › Schauspielhaus

Warten auf Godot

von Samuel Beckett

Gastspiel Deutsches Theater Berlin
Eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Auf dem Bild: Samuel Finzi, Wolfram Koch, Christian Grashof, Andreas Döhler
Foto: Arno Declair
Auf dem Bild: Wolfram Koch, Christian Grashof, Samuel Finzi
Foto: Arno Declair
Auf dem Bild: Wolfram Koch, Samuel Finzi
Foto: Arno Declair
Auf dem Bild: Wolfram Koch, Christian Grashof, Andreas Döhler, Samuel Finzi
Foto: Arno Declair
Auf dem Bild: Samuel Finzi, Wolfram Koch
Foto: Arno Declair
Handlung
Landstraße. Ein Baum. Abend. Zwei Akte, zweimal zwei Personen: Wladimir und Estragon, Pozzo und Lucky. Nichts geschieht. Und es ist, wie gleich die erste Replik von Becketts Text sagt, auch „nichts zu machen“. Was bleibt, ist das Warten. Und das Sprechen. Als ob es keine andere Möglichkeit gäbe, sich seiner selbst zu versichern. Als ob die sich wiederholenden Rituale der Rede zugleich dazu dienten, das Leiden an der Leere der Welt, den puren Zeit-Vertreib, erträglich zu machen. Mit ihm zu spielen. Sich zu retten.
Caspar David Friedrichs Gemälde „Zwei Männer in Betrachtung des Mondes“, das im Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu sehen ist, diente Samuel Beckett als originäres Inspirationsbild für WARTEN AUF GODOT, nachdem er sich 1937 für neun Tage im Dresdner Zwinger aufhielt.
Während der Vorarbeiten zu seiner WARTEN AUF GODOT-Inszenierung ist Dimiter Gotscheff – der große bulgarische Regisseur, der dem europäischen Theater seinen unverwechselbaren Stempel aus Lakonie, Witz, Poesie und Abgründigkeit aufgedrückt hat – im Oktober 2013 gestorben. Es war insbesondere ein Wunsch seiner Schauspieler, das Stück auf die Bühne zu bringen: als liebevolle Hommage.
Ivan Panteleevs Inszenierung war 2015 zum Berliner Theatertreffen eingeladen; Samuel Finzi und Wolfram Koch erhielten für ihre Rollen in dieser Produktion den Gertrud-Eysoldt-Ring.

www.deutschestheater.de


Unser Gastspielanrecht 2018/2019 für Sie: Buchen Sie alle vier Gastspiele der Reihe „Theater zu Gast in Dresden“ – WARTEN AUF GODOT, DAS SIEBTE KREUZ, EFFI BRIEST – ALLERDINGS MIT ANDEREM TEXT UND AUCH ANDERER MELODIE und MACBETH – im Paket. Sie sparen ca. 15 % zum Einzelkartenpreis. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 20 Minuten.
Keine Pause.
Besetzung
Regie
Ivan Panteleev
Bühne und Kostüme
Mark Lammert
Sounddesign
Martin Person
Dramaturgie
Claus Caesar
Estragon
Wolfram Koch
Wladimir
Samuel Finzi
Lucky
Andreas Döhler
Pozzo
Christian Grashof
Video
Nächste Termine
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Zu Gast
2
Sa
Mrz
19.30 - 21.50 Uhr
Schauspielhaus
von Samuel Beckett

Gastspiel Deutsches Theater Berlin
Preis: 18 € bis 36 €
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Zu Gast
3
So
Mrz
19.00 - 21.20 Uhr
Schauspielhaus
von Samuel Beckett

Gastspiel Deutsches Theater Berlin
Preis: 18 € bis 36 €
Pressestimmen
„Panteleevs clowneske Inszenierung ist überaus respektvoll, indem sie präzis jenen Beckett’schen Witz herausarbeitet, der sich dem Wissen verdankt, dass wir nichts Besseres haben als ihn ...“
Harald Jähner, 30.09.2014, Berliner Zeitung
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30.09.2014
„Das Stück ist ja nicht zuletzt ein Stück über das Theater, weil die Wartenden, während sie warten, einander vorspielen, sie hätten sich was zu sagen. Das klappt immer wieder mal überraschend gut, auch ohne Worte, wenn ein pantomimisches Spiel mit Fingerschnipsen in die brillante Darstellung von Tischtennis, Tennis, Golf, Polo und Schach übergeht. Dass wir all das nur spielen, um das grausige Nichts zu überbrücken, wurde selten so heiter und ausgelassen, so ganz und gar mit vollem Recht belacht.
Wenn Pozzo und Lucky als Herr und Knecht auf die Bühne kommen – bis in die Spitzen fingerfertig Christian Grashof, glaubwürdig geschurigelt Andreas Döhler – und Lucky in einer irrlichternden Wissenschaftstravestie auf Geheiß (‚Denk, du Sau!‘) zu denken beginnt, dann wirken die Lacher im Publikum schon prekärer, bevor sie dann vollends verstummen, wenn mit der Rede von Millionen von Toten der Holocaust als Hintergrund des Stücks benannt wird. (...)
Panteleevs clowneske Inszenierung ist überaus respektvoll, indem sie präzis jenen Beckett’schen Witz herausarbeitet, der sich dem Wissen verdankt, dass wir nichts Besseres haben als ihn, ausgenommen vielleicht die wenigen Umarmungen, die unsere Seelen dulden. In einer solchen versuchen Finzi und Koch Jacke gegen Mantel zu tauschen. Die einzigen Requisiten, die von den älteren Aufführungen geblieben sind, tragen die Figuren auf dem Leib, bis auf ein riesiges Stück rosa Stoff, das der arme Lucky faltet und faltet. Kein Koffer mehr, kein Strick um Luckys Hals. Als Baum muss ein Scheinwerfermast herhalten. ‚Was ist mit der Weide? ‘, fragt Estragon. ‚Wird abgestorben sein. Hat sich ausgetrauert.‘ So ist es und ist es nicht.“
Harald Jähner, Berliner Zeitung
„Finzi und Koch loten die Komik des Stücks in allen Nuancen aus. Die beiden spielen ein pantomimisches Tennis-Match.“
Stefan Kirschner, 30.09.2014, Berliner Morgenpost
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30.09.2014
„Finzi und Koch loten die Komik des Stücks in allen Nuancen aus. Die beiden spielen ein pantomimisches Tennis-Match, das in ein Sportarten-Kaleidoskop übergeht. Sie tauschen akrobatisch Sakko und Mantel. Reden, schwärmen, streiten. Irgendwie muss das Warten ja ausgefüllt werden. Denn fürs Aufhängen fehlt der Strick und für den Sprung vom Eiffelturm sind sie jetzt zu alt, ‚da lässt uns heute keiner mehr hoch‘.
Regisseur Ivan Panteleev lässt in seine klug reduzierte Inszenierung viele Zitate aus dem Beckett-Kosmos einfließen, er ist mit seiner zurückhaltenden Interpretation nah bei Beckett, der "Godot" mal im Schiller-Theater inszenierte, vom Tiefsinn befreite und das Spiel in den Mittelpunkt rückte. Bühnen- und Kostümbildner Mark Lammert hat eine quadratische, schiefe Ebene auf die Bühne gesetzt, im Zentrum steht der Trichter, aus dem die Schauspieler auftauchen – und manchmal auch zu verschwinden drohen. Godot kommt auch diesmal nicht, aber das Warten war selten so kurzweilig.“
Stefan Kirschner, Berliner Morgenpost
„Finzi ist zweieinhalb Stunden komödiantisch in Fahrt. Koch gibt den Estragon beinahe akrobatisch, etwas missmutiger, mit Anflügen Alzheimerscher Vergesslichkeit.“
Peter Hans Göpfert, 29.09.2014, Kulturradio vom rbb
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29.09.2014
„Die besondere Attraktion der Inszenierung liegt zunächst im erneuten Zusammenspiel von Wolfram Koch und Samuel Finzi – dem Lieblingsgespann des verstorbenen Dimiter Gotscheff, dem Panteleev diese Inszenierung gewidmet hat. Finzi ist zweieinhalb Stunden komödiantisch in Fahrt. Es ist allein schon sehenswert, wie er beiseite spricht, weil man Didi Mundgeruch unterstellt hat. Koch gibt den Estragon beinahe akrobatisch, etwas missmutiger, mit Anflügen Alzheimerscher Vergesslichkeit, jedes Mal ungehalten, wenn ihm gesagt wird, warum man bleiben und weiter warten muss. Prima, wie die beiden sich mit einem schnellen Luft-Match diverse Sportarten zuschnippen. Christian Grashof legt auch ohne die Peitsche knallend den schlimmen Ausbeuter Pozzo hin. Und seine Varieté-Frage ‚Wie fanden Sie mich?‘ trifft das Prinzip der Inszenierung. Sie funktioniert mit zahllosen amüsanten Nummern. Andreas Döhler schleudert als Lucky mit geradezu erschütternder herzzerreißender Intensität seinen verrückten Weltdeutungs-Irrsinns-Monolog heraus.“
Peter Hans Göpfert, Kulturradio vom rbb
„Das Spiel läuft auf einer extremen Holzschräge, mit einem Krater in der Mitte. Es geht abwärts immer nur. Oder gleich ins Höllenloch.“
Rüdiger Schaper, 30.09.2014, Der Tagesspiegel
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30.09.2014
„Mark Lammert, der Bühnenbildner dieser Koproduktion des Deutschen Theaters Berlin mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen, findet für Becketts Unort eine klare, poetische Lösung. Das Spiel läuft auf einer extremen Holzschräge, mit einem Krater in der Mitte. Es geht abwärts immer nur. Oder gleich ins Höllenloch. Und hinten links – Becketts berühmter Baum! – steht eine Metallstange mit einem Scheinwerfer. Bühnentechnik statt Restnatur.“
Rüdiger Schaper, Der Tagesspiegel